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Dienstag, 17. September 2019

And into the forest I go...

... to lose my mind and find my soul. 

  - John Muir


Tage sind vergangen, ich hatte keine Zeit zu schreiben und Britta ist gestern wieder gefahren. Aber es ist viel passiert. :) 

Ayutthaya. 


Ayutthaya war von 1351 bis 1767 Hauptstadt des siamesischen Königreichs Ayutthaya und im 18. Jahrhundert die wichtigste Metropole des südostasiatischen Festlands. Die Ruinen der 1767 nach einem Siamesisch-Birmanischen Krieg zerstörten und aufgegebenen Altstadt sind heute als Geschichtspark Ayutthaya geschützt, gehören zum UNESCO-Welterbe und sind die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt.
(Wikipedia - ich bin zu faul das in eigenen Worten zu schreiben) 


In Ayutthaya kamen wir am frühen Nachmittag an und zwar auf der Innenstadtseite des Flusses. Unsere Unterkunft lag direkt gegenüber auf der anderen Seite und eine Fähre sollte laut Karte dazwischen fahren. Also liefen wir runter zu einem kleinen Pier. Und tatsächlich, ein kleines Boot pendelte hin und her und nahm einen für ein paar Cent mit. Nur das Ein- und Aussteigen musste man selber erledigen und hoffen, dass man mit dem großen Rucksack nicht im Wasser landete. Sind wir übrigens nicht und so konnten Britta und ich noch am selben Nachmittag die Stadt erkunden. Insa hatte das alles schon gesehen und daher andere Pläne. 





Wir nahmen ein Tuk Tuk und handelten den Preis runter bis er uns gefiel. Drei Stunden Zeit, um hoffentlich alle Highlights zu sehen. Erst hatten wir überlegt mit dem Rad zu fahren, aber nach den ersten beiden Stopps war uns klar, dass wir dann nur die Innenstadt hätten erkunden können. Alles außerhalb wäre zu weit weg gewesen (dass überhaupt was weiter weg war, hatten wir gar nicht so auf dem Schirm gehabt). Also alles richtig gemacht. 




Wir sahen zwei alte liegende Buddhas und den ältesten sitzenden Buddha Thailands (dort konnten wir beobachten wie Betende Buddhastatuen mit Blattgold verzierten). 






Verschiedene Pagoden, Tempel, Paläste und Ruinen in verschiedenen Stilen waren in der Stadt verstreut, die Jahrhunderte lang die Hauptstadt des Königreiches gewesen war. 

Bei einer tollen weißen Stupa adoptierte uns ein Hund, der unserem Tuk Tuk schon auf der Straße gefolgt war und wohl beschloss, dass wir perfekt sind um ihn zu streicheln. Er folgte uns die ganze Zeit und versuchte am Ende sogar ins Tuk Tuk mit einzusteigen. Es brach mir das Herz ihn hinter uns her rennen zu sehen, bis er irgendwann aufgab.






Wir kletterten auf verschiedenen Ruinen herum - was netterweise erlaubt war - und genossen den späten Nachmittag mit sehr wenigen Touristen.

Eines der Highlights von Ayutthaya ist der in einem Baum eingewachsene Buddhakopf. Als die Stadt überfallen worden war, hatten die Angreifer allen Statuen die Köpfe abgeschlagen und so landete dieser Kopf dort wo er nun heute ist - recht nah am Boden. Will man ein Foto mit dem Kopf machen, muss man sich davor auf eine Holzplatte setzen, denn niemand darf "höher" als Buddha sein. Hätte ich das nicht gewusst, hätte mich das alles etwas verwirrt. 




Unser Tuk Tuk Fahrer war auch sehr süß, er wusste dass wir eigentlich nicht für jede Ruine den Eintritt zahlen wollten und so zeigte er uns bei einigen Tempeln gute Stellen von außen, wo man alles sehen konnte und nicht bezahlen musste.

So sahen wir wirklich viel an einem Tag und konnten am nächsten Tag schon wieder weiter. Insa ist immer sehr viel früher wach als ich und beschloss daher schon einen früheren Zug zu nehmen. Wir frühstückten dafür lecker und in Ruhe und kamen am frühen Nachmittag in Pak Chong an.
Unsere Unterkunft lag auf der anderen Seite des Bahnhofs, aber es gab keinen offiziellen Weg dort rüber. Nachdem wir planlos einen Bahnhofsmitarbeiter gefragt hatten und er uns nicht verstand, gingen wir einfach über die Schienen. Wir wurden nicht aufgehalten, also alles in Ordnung. Später nahmen wir dann die einzige Straße in die Stadt, die auch einen Bahnübergang mit Schranke hatte. Und natürlich war diese gerade unten als wir dort lang wollten, also warteten wir brav. Zwei Sekunden. Denn dann sagte uns der Schrankenwärter, dass wir doch bitte rüber gehen sollten. Die Schranke gilt scheinbar nur für Autos. ^^




Dieser Nachmittag wurde für uns ein "probiere was neues" Tag, denn wir kauften quasi alles, was vegetarisch war und wir nicht kannten. Zunächst süße Gebäck-Bällchen. Das eine hatte Sesam außen am Teig und war mit einer süßen Kokosmasse gefüllt. Super lecker! Das andere sah noch süßer aus mit Zucker am Teig, wie ein kleiner, runder Berliner. Überraschung. Das Teil war mit Pfeffer-Kartoffelpüree gefüllt. :D Interessante Kombi..
Nachdem wir eine Zwei-Tage-Tour in den Nationalpark gebucht hatten, ging es auf dem Night Bazaar weiter: Kokosmasse mit Frühlingszwiebeln (mega lecker, aber Zunge verbrannt), gebratene Dumplings (om nom nom), Roti (neu für Britta - sehr fettige dünne Pancakes quasi), grüne Mango, Käsebällchen und noch andere Bällchen. Hach, kein Wunder, dass es hier dickere Menschen gibt.

Am nächsten Morgen sollte es dann früh losgehen, aber unser Fahrer kam einfach nicht.. Irgendwann rief ich Nummern von dem Flyer, den wir hatten an und erreichte beim zweiten Anruf jemanden. Problem: der Fahrer fand uns nicht. :D
Also warteten wir dann an der Hauptstraße und dort fand er uns dann auch. In der Zwischenzeit hatte er noch zwei andere Leute abgeholt und ich musste etwas lachen als ich Insa sah. Sie hatte zwar nur einen Tag gebucht (plus einen halben Tag vorher zu einer Fledermaushöhle), aber so waren wir für diesen Tag wieder vereint. :)

Khao Yai Nationalpark. 

Wir hatten richtig Glück mit unserem Tourguide Tina, die ziemlich gut darin war Tiere zu finden und auch ein Teleskopteil dabei hatte, damit wir die ganz nah dran sehen konnten! :)
Der Nationalpark ist riesig und es führen nur wenige Straßen durch das Gebiet. Der Rest sind unzugängliche unterschiedliche Wälder. Und natürlich ziehen sich die meisten Tiere dorthin zurück. Wir sahen daher keine Tiger, Leoparden oder Nepelparder - als wenn da irgendwer mit gerechnet hätte, ich wusste vorher nicht mal, dass es die dort gibt. Aber wir sahen (beide Tage zusammengefasst):
  - eine giftgrüne Schlange
  - mehrere Warane
  - Echsen und Chamäleontiere
  - Affen
  - Weißhandgibbons in schwarz und weiß
  - viele Schmetterlinge und Falter
  - drei Arten von Hornbills
  - einen Skorpion (in einem Loch, in dem eigentlich eine Tarantel wohnen sollte)
  - Hirsche und Rehe
  - Spuren von Gauren im Boden
  - Spuren von Bären an Bäumen
  - Käfer, Ameisen und Termiten
  - Spinnen und Spinnennetze (gerne in meinem Gesicht)
  - Stachelschweine
  - kleine Marderkatzen (konnten leider nicht ganz herausfinden was das war, da wir mit dem Thainamen nichts anfangen konnten und ein Ameisenbär war es sicher nicht)
  - eine Eule und einen anderen Raubvogel in der Nacht
  - Blutegel (wenigstens wurde keiner gebissen)
  - ein paar riesige schwarze Eichhörnchen 
  - verrückte Pilze und Pflanzen
  - und eine Herde wilde Elefanten <3


Eichhörnchen - falls man es nicht erkennen kann 



Frische Bärenspuren im Baum, wo sie gerne drin schlafen


Nachbarhirschkuh




An beiden Tagen machten wir jeweils ein Trekking im Wald, besuchten einen Wasserfall und fuhren auf der Suche nach Tieren durch den Park. 

Die Wanderungen endeten beide bei einem Aussichtsturm über einen See und ein Mineralienfeld, aber um die Mittagszeit war dort kein Tier zu sehen. Am ersten Tag sahen wir recht lichten Wald und es waren auch noch andere Gruppen im Wald, so dass wir nur kleinere Tiere sahen. Am zweiten Tag gingen wir eine längere Strecke, überquerten einen Berg und waren tiefer im Regenwald. Die Bäume, Lianen und Farne wuchsen wild durcheinander und es wurde abenteuerlich als wir einen recht breiten Fluss auf einem Baumstamm überqueren mussten. 
Dann folgten wir, als wir nicht mehr ganz so tief im Dschungel waren, Geräuschen einer Gibbonfamilie, die wir auch tatsächlich einholten. Ein weißes Männchen und ein schwarzes Weibchen mit weißem Kind am Bauch! <3 Faszinierende Tiere, die über uns in den Baumwipfeln turnten und plötzlich auch sehr laut waren. 
Als wir direkt unter ihnen waren, konnte Tina nur noch Achtung rufen, da kam auch schon eine Ladung Urin von oben und ich wurde an den Armen getroffen. Njammi. Stinkt übrigens. Irgh. Immerhin wurde ich nicht im Gesicht getroffen und die festeren Hinterlassenschaften, die ein paar Sekunden danach kamen, verfehlten mich um einen Meter. Puh. 
Ich konnte mich trotzdem über eine halbe Stunde nicht riechen.. 



Über den Baumstamm sind wir über den Fluss gegangen


Das Übernachten auf einem der zwei Campingplätze im Nationalpark war auch noch mal eine tolle Erfahrung! Wir machten spontan noch mit anderen Touristen eine Nachtsafari und sahen dort am Ende auch die Elefantenherde. :) Tagsüber hatten sie sich an beiden Tagen nicht gezeigt, aber es ist halt ein riesiger Park und es gibt nur 300 Elefanten dort. 

Neben unserem Zelt wohnte eine Hirschkuh, die erst dort das Gras aß und später dort schlief. :) Sehr friedlich. 


Haeo Suwat Falls - kennt man vielleicht aus dem Film "The Beach" 


Die Wasserfälle waren auch beide toll und komplett unterschiedlich. In beiden durfte man leider nicht schwimmen und im zweiten hätte ich das auch freiwillig nie gemacht, sterben will ich noch nicht. ;) 
Bei dem einen umschwirrten uns viele Schmetterlinge und der andere war eine Wucht. 80m hoch füllte er schon Kilometer vorher das Tal mit Nebel, so dass man immer nasser wurde, je näher man kam. Wow, tosend schossen die Wassermassen herunter und erzeugten Winde, die uns die Wassertropfen ins Gesicht pusteten. Wunderschön! 




Der Nationalpark war unglaublich schön gewesen, besonders wegen der Bäume, der Natur dort. Die Gerüche (Zimtbaum, Orangenpflanze, wilder Pfeffer) und die Geräusche (Zikaden, Vögel und Affen). Alles bildete ein Ganzes, das erstaunlich ist. 








Ganz große Baumliebe <3


Wir kamen auch erst in der Dunkelheit zurück nach Pak Chong und waren froh uns entschieden zu haben erst morgens nach Bangkok zurück zu fahren. 
Dort hatten wir dann für Brittas letzte Nacht ein etwas luxuriöseres Zimmer gebucht mit eigenem Bad und einem Pool auf dem Dach! 

Den probierten wir nach einem kleinen Mittagessen (wobei ich einen Burger mit Pommes aß, weil ich gerade mal einfach kein Reis oder Nudeln mehr konnte^^) aus. Groß genug um Bahnen zu schwimmen - ich war ein glückliches Kind. :) Die Aussicht war außerdem genial: Auf einer Seite ein goldener Tempel und auf der anderen die ganze Skyline Bangkoks im Dunst. Es hatte sich etwas zugezogen, was ganz gut war, sonst wären wir dort oben direkt verbrannt. 
Um 5 hatten wir dann eine Massage gebucht und gingen dort nach einer zweiten Runde schwimmen hin. Wieder in dem süßen Garten, wo ich vor über einem Monat schon gewesen bin. 


Dachterrasse und Pool und Aussicht auf die Skyline 


Hach, Entspannung! Einmal durchkneten lassen von Fuß bis Kopf. Etwa nach einer halben Stunde wurde die Entspannungsmusik durch Regentropfen auf dem Pavillondach abgelöst. Es steigerte sich zu einem ausgewachsenen Monsununwetter mit Blitzen und Donner und ich lag da und fühlte mich wie im Auge des Sturms. Ruhe, während um einen herum das Chaos herrschte. 
Als wir fertig waren, sahen wir das ganze Ausmaß des Unwetters: sowohl im Garten als auch in den Straßen draußen stand zentimeterhoch das Wasser. Aber mir ist jede Ausrede recht barfuß zu laufen, also Schuhe aus, Regenschirm aufgespannt und fröhlich platschend ging es zurück zum Hotel. :) Die wenigen anderen Menschen in den Gassen, sahen nicht ganz so begeistert aus. ^^


Alles steht übrigens 2-5cm unter Wasser auf dem Bild :) 


Abends erkundeten wir noch ein wenig die Khao San Road, die aber nicht ganz so voll war wie sonst. Besonders da ja Samstagabend war. Aber das Unwetter hatte wohl einige abgeschreckt.. 

Leider war dies schon der letzte Abend mit Britta und so mussten wir nach einem entspannten Frühstück Tschüss sagen. Ich gab ihr noch passend das Geld für's Taxi und dann winkte ich nur noch dem Taxi hinterher. 

Jetzt werde ich die nächsten Tage ein wenig alleine Thailand erkunden, denn Insa ist schon in den Süden gefahren, um sich dort einen anderen wunderschönen Nationalpark anzuschauen. Das wird eine spannende Zeit. Spätestens Sonntag werden wir uns wieder treffen, denn in weniger als einer Woche geht dann unser Flug nach Kathmandu. :) 



Sexy Leechsocks! 



Dienstag, 10. September 2019

Striving for happiness



Wir sind jetzt etwas über eine Woche wieder in Thailand und erst jetzt fällt mir richtig auf wie unterschiedlich Myanmar und Thailand tatsächlich sind. Es ist nicht die Menge an westlichen Menschen - Touristen wie Expats - es ist das Land und die Menschen selbst. Hier laufen alle für uns relativ "normal" rum. Westliche Klamotten, kein Thanaka (geriebene Rinde als UV Schutz und Feuchtigkeitsspender) im Gesicht. Männer tragen keine Röcke. Keine rostroten Flecken färben die Wege und Straßen - in Thailand kaut quasi niemand die Bethelnuss, die fast jeder in Myanmar kaut. Der Saft färbt die Spucke dunkelrot, dann wird das Zeug ausgespuckt. Das Grinsen mit bluroten Lippen und Zähnen war teilweise ein wenig gruselig, aber man gewöhnte sich dran. Die Straßen in Thailand sind im Grunde alle gut ausgebaut, die meisten Menschen können ein paar Worte Englisch und die, die Tickets verkaufen (etc) können sogar recht gut Englisch. Man sieht sogar einige dickere Menschen (und ich rede nicht von Touristen aus den USA), was in Myanmar nicht der Fall war.. 
Ich hätte es vorher nicht gedacht, aber es liegen doch Welten zwischen den beiden benachbarten Ländern. Myanmar hat noch seinen traditionellen Charme behalten, das Land schläft irgendwie von der restlichen Welt vergessen vor sich hin. Selbst das Essen unterscheidet sich, jetzt leben wir hauptsächlich von Pad Thai. :D


"Striving for Happiness" (an der Tür). Unser Hotel hatte ein Ding mit random Sprüchen, die an Wänden und Kissen und so verteilt waren. Das wenigste ergab tatsächlich Sinn, aber überm Bett stand "Hi, good night" und unterm Spiegel "change something about yourself" oder so. Danke, besonders aufbauend am Morgen! :D Der Text auf der Bettdecke dagegen war vollkommener Stuss. 

Britta in Bangkok zu treffen war erstaunlich unkompliziert. Wir fuhren einfach alle zu unserem Hotel in Chinatown und trafen uns dort. Tadaa. Versteckt in irgendwelchen Nebengassen war es nur Dank GPS und Offlinekarten zu finden, aber dafür gab es dort keine Party machenden Touristen. ;)
Und die lokalen Street Food Märkte hatten gute Preise und sehr leckeres Essen! Konnte man also nicht besser treffen. ;)

Nach einem entspannten Abend und ausschlafen fuhren wir am nächsten Tag zum Weekend Market, wo ich mich endlich mit T-Shirts eindecken wollte. Es war auch anstrengend genug gewesen mit so wenigen Klamotten auszukommen.
Jeder von uns kaufte etwas, denn Insas Bauchtasche war kurz vorher kaputt gegangen und Britta war eh mit quasi leerem Rucksack angereist. ^^ Natürlich muss sie ganz viel Kram für mich nach Deutschland schleppen, also ist das auch ganz gut so. Hihi.
Ich eskalierte daher völlig. Ich kaufte viel zu viel ein und auch zu viele T-Shirts. Wieso haben die mich nicht davon abgehalten? Aber nein, wenn von zwei Seiten kommt "nimm das noch, Mareike", dann muss man doch, oder? Aber da ich mit etwa 500 Euro für 4 Wochen Myanmar sowas von unter meinem Budget geblieben bin, kann ich wohl auch mal Shoppen gehen.. :D Ich dachte am Ende des Tages es wäre krass viel Geld gewesen, aber umgerechnet in Euro war es das nicht. ^^


Wat Arun

Um Britta nicht nur einen völlig verrückten Markt zu zeigen, fuhren wir danach in die Kao San Road, wo wir Mittag aßen. Von dort nahmen wir das Boot, denn der Fluss ist immer eine tolle Sicht und die Skyline im Hintergrund kann ich mir auch ruhig öfter anschauen. Vom Fluss aus ist Bangkok wirklich gar nicht so hässlich. ;) Wir stoppten am Wat Arun, den Insa und ich schon besichtigt hatten vor Jahren, aber weil der so toll ist, schauten wir uns den gerne noch mal an. <3
Wenn sonst alles in kräftigen Farben und viel Gold glitzert und strahlt, ist dieser Tempel ein toller Ausgleich. Weiß mit sanften Farben. Dazu unendlich viele kleine Verzierungen und Statuen - das Auge weiß gar nicht wo es hinschauen soll. 

Danach weiter mit dem Boot nach Chinatown und erstmal die Füße hochlegen. Zum Abendessen Pad Thai, natürlich, und dann noch ein kühles Bierchen vom 7-Eleven. 


Brücke über den Fluss Kwai

Im Bus zum Wasserfall


Am nächsten Tag ging es mit dem historischen Zug nach Kanchanaburi, wo wir leider nur zwei Nächte blieben, denn dort in der Umgebung gibt es viel zu sehen. Mehrere Wasserfälle, Staudämme und historische Eisenbahnstrecken. 
Wir schauten uns dann halt nur einen Wasserfall an und die Brücke, an der "Die Brücke am Kwai" gedreht wurde. Eigentlich war dieser Fluss gar nicht der richtige "Kwai", aber man benannte später dieses Stück um, so dass die Brücke nun tatsächlich über den Kwai führt. :D So geht es natürlich auch, man muss seine Berühmtheiten halt nehmen wie sie kommen. Oder so ähnlich. ^^




Der Wasserfall war mehr als nur ein bisschen magisch! Sieben Stufen und natürlich diverse Zwischenstufen führten das klare Wasser durch einen verwunschenen Wald auf verschlungenen Wegen nach unten. Insgesamt auf über einem Kilometer Länge. Die Wasserbecken schimmerten hellblau-milchig und luden zum Abkühlen ein, denn je höher man kam, desto weniger war da ein wirklicher Weg. Am Ende musste man über rutschige Felsen klettern und es wurden auch immer weniger Menschen auf den "Wegen". Man kam ganz gut ins Schwitzen.. Ab Level 3 durfte man kein Essen mehr mit hoch nehmen und alle Einmalplastikflaschen wurden gekennzeichnet und man musste darauf einen Pfand bezahlen. Aber das war gut so, denn es ist immerhin ein Nationalpark und wir hatten schon tierisch Lust oben angekommen ein Picknick zu machen. WIR nehmen zwar unseren Müll wieder mit, aber das gilt leider nicht für alle und besonders die Thailänder haben einen sehr verschwenderischen Umgang mit Plastiktüten. So war es dort oben also zumindest sauber und eine Pommesbude hätte dort vermutlich ein Vermögen verdient. 






Dort oben gingen wir im Becken auch das erste Mal ins Wasser. :) Ich ging vor und bekam einen riesigen Schrecken als ich plötzlich das merkwürdigste Gefühl an meinen Füßen spürte. Die Fische, die wir überall im Wasser gesehen hatten, knabbern an der Haut und sind deshalb wohl so zahlreich und gut genährt. Also, wer sowas mag und dafür kein Geld ausgeben will (bis auf die Fahrt dorthin und den Eintritt in den Nationalpark natürlich), hin da. Ich mag es ganz und gar nicht. Fische und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Sie können gerne im selben Wasser schwimmen, aber ich will sie weder auf meinem Teller noch an meinen Füßen haben. Irgh. 
Zwei Italienerinnen, denen die Fische genüsslich die Haut abknabberten, lachten auch ein wenig, als ich heftig platschend und fluchend ins Wasser hüpfte ohne dabei allzu viele blaue Flecken an den Felsen zu riskieren. Ein Balanceakt (eindeutig zweideutig).. 
Britta knabberten sie in einem anderen Becken plötzlich die Hände an und sie beendete ihre kurze Schwimmpause auch ein wenig erschrocken. Das war nämlich die einzige Möglichkeit den Viechern zu entgehen. Schwimmen. Also paddelten wir möglichst wild im Wasser umher. Aber es war trotzdem eine tolle Abkühlung und die Umgebung war natürlich wahnsinnig schön! 

An einer unteren Stufe kletterten wir noch auf einen etwa 3m hohen Felsen, von dem man ins Wasser rutschen konnte. Den letzten Meter fiel man dann auch ziemlich senkrecht nach unten, gut, dass da drunter sehr tiefes Wasser war und keine Felsen. ;) 





Abends kochte die Besitzerin (?) des Hostels noch super leckeres Essen und unterhielt alle mit verrückten Geschichten. Sie meinte sie gibt hier kostenlose Kochkurse, nur dass sie sie Esskurse nennt. ;) Wie auch immer, ich bekam Essen geschenkt. Insa und Britta konnten davon leider nichts probieren, weil es nicht vegetarisch war, aber sie versprach zum Frühstück was vegetarisches zu kochen. 
Der Nightmarket war allerdings auch super und direkt nebenan. Nudeln für nicht mal 50 Cent, chinesische Dumplings, Roti, Fruchtshakes und natürlich noch hundert andere Sachen, von denen teilweise nicht mal zu erkennen war, was es sein sollte oder mal gewesen ist. :) Sehr spannend! Und roch alles auch sehr gut! 

Nun sind wir weiter gefahren nach Ayutthaya und machen in der Touristen-Hochburg heftiges Sightseeing. :P

Es ist voll schön Bridda hier zu haben und die ganzen Gespräche fortzuführen, die wir sonst zu Hause immer haben! Urlaub im Urlaub und ein bisschen Heimat in Asien. :) Also, Leute, kommt mich besuchen, ich mag euch. :P

Sonntag, 4. August 2019

Wieder vereint in Insas Lieblingsstadt

Während ich in Doha auf meinen Anschlussflug nach Bangkok wartete, bekam ich Nachrichten von Insa, dass ihr Flug gestrichen wurde und sie nun später ankommen würde. Mist, der gute Plan schon zerstört, aber da in der letzten Zeit irgendwie keiner, den ich kenne, problemfrei geflogen ist, war das ja schon fast zu erwarten gewesen. Das lustige war dann, dass mein Flug auch trödelte, ich ewig in der Migration stand und Insa im Endeffekt etwa 10 Minuten nach mir aus der Migration kam. Vollkommen verrückt!


Dieser Sonnenaufgang über der arabischen Wüste führte zu..



... dieser verschlafenen Person, die nun geweckt worden war.


Bangkok. Wir sahen zwar beide etwas fertig aus, aber freuten uns riesig, uns nach einem Jahr endlich wieder zu sehen. :) Und jetzt ein ganzes Jahr zusammen. Das wird spannend! Mal schauen wann wir uns auf die Nerven gehen. :P Ne, ich denke das kriegen wir schon hin, sind ja schon lange genug befreundet. 

Also Geld abgehoben, zum Guest House in der Nähe der Kao San Road und dann zu Insas lieblings Pad Thai Opi zum Abendessen gegangen. Es war voll und laut, also alles wie immer. Für Insa ist Bangkok ja quasi ein zweites Zuhause, sie war sogar einmal einfach nur für ein Wochenende dort (und dann wieder zurück nach Deutschland). 

Am nächsten Tag fuhren wir ein wenig auf dem Fluss hin und her und machten eigentlich nicht viel. Wir kannten beide schon das meiste (touristische) von Bangkok, also entspannten wir uns erstmal. Während Insa dann Jetlag bedingt einen Mittagsschlaf hielt, ließ ich mich für 1 1/2 Stunden in einem kleinen Garten massieren. Ach, war das gut! Und kostete knapp 11€. Kann mal machen. ;) 
Fuhren dann zu einem veganen Restaurant, weil es da richtig leckere Shakes gibt mit Kokossahne und man sich das halt mal gönnen kann. Auf dem Rückweg brauchten wir dann eine Stunde für etwa 30m auf einer der Hauptstraßen und somit 2 Stunden zurück zur Kao San Road. Vermutlich lag das an den Explosionen, die es an dem Tag an mehreren Stellen in Bangkok gab, wovon wir aber absolut nichts mitbekamen. 
Den Abend wollten wir entspannt mit einem Cocktail beenden, aber wie das so ist mit Plänen... Sagen wir so, die geplante Shoppingtour am nächsten Tag mussten wir ausfallen lassen. :D Man wird halt nicht jünger. Habe beschlossen auf dem Rest der Reise nur noch Bier zu trinken. 


Tschüss Thailand fürs erste :)


Also ab zum Flughafen und nach Yangon (Rangun), Myanmar. 
Witzige Situation: Am Ende des Fluges wurde durchgesagt, dass man noch mal unter den Sitzen und in den Taschen vor sich nachschauen soll, damit man alle seine 'valuables' bei sich hat und nichts vergisst. Ich hatte da gar nicht erst was reingetan, wusste also, dass da nichts drin sein würde. Aus Spaß tat ich so als würde ich alles gründlich durchsuchen und fand... ein Döschen Riechsalz? Oder fancy Drogen, man weiß es nicht. Ich nahm es mit. :D


Riechsalz und neues T-Shirt :P

Yangon, Myanmar. Neues Land, neue große Stadt. Gefällt mir bisher sehr gut! Die Menschen sind sehr freundlich, obwohl nur wenige Englisch können und die Stadt ist nicht so voll. Es fahren einfach keine TukTuks und Motos durch die Straßen und ich frage mich, ob das irgendwie verboten ist. 
Unser Hostel hier kostete uns etwa 10€ pro Person (und für 3 Nächte, inklusive Frühstück) und hatte klimatisierte Räume, warme Duschen und Trinkwasser für umsonst. Weiß gerade nicht, was man sich noch wünschen soll. 

Unseren ersten Tourietag verbrachten wir in zwei der berühmtesten goldenen Pagoden. Wir liefen kilometerweit durch die Stadt und nahmen das Gewusel, die Geräusche und Gerüche in uns auf. Ich shoppte noch zwei T-Shirts, damit ich zumindest noch etwas Auswahl habe, auch wenn das hier nicht das einfachste war. Frauen sind hier alle unglaublich bunt und / oder extrem gut angezogen und normale T-Shirts waren quasi gar nicht zu bekommen. Kaufte dann auch eins für Männer. :D




Die Pagoden sind toll, man muss natürlich seine Schuhe ausziehen (wie auch im Hostel) und so liefen wir barfuß durch große Pfützen. Da unsere Hosen zu kurz waren, bekamen wir noch Röcke zum Umbinden übergezogen und sahen damit fast aus wie die Einheimischen. Najaaa, nicht ganz fast. :P Sogar die meisten Männer tragen hier diese Wickelröcke und es sieht tatsächlich cool aus. 




Irgendwann setzte dann ein Dauerregen ein - es ist schließlich noch Regenzeit - so dass wir beschlossen zum Hostel zurück zu gehen. Es war eh schon kurz vor 6, hatten also den Großteil des Tages echt Glück gehabt. :) 


Insa sagt auch "Hallo" übrigens :P

Da wir somit den Rest des Abends nur chillen, konnte ich in Ruhe Tagebuch schreiben und diesen Text verfassen. Aber wird wahrscheinlich nicht dabei bleiben, dass ich so oft Updates poste. ;) 

Morgen wollen wir mit dem Yangon Circular Train für 3,5 Stunden um die Stadt juckeln. Das soll ziemlich cool sein.