Posts mit dem Label Pagode werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pagode werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Versacken in Pokhara

Have you got, have you got, got, a heart full of dreams?
'Cause I got, yeah, I go, got a heart full of dreams

You feel it burning in your veins
'Cause once you're a dreamer, you're always a dreamer
The heart of yours will never change
'Cause once you're a dreamer, you're always a dreamer


Sleepless nights and days in pain
Keep on running for the light
Maybe we'll meet on the way
'Cause once you're a dreamer, you're always a dreamer


You're always a dreamer

Sunrise Avenue - Dreamer

Nach ein paar eher schlaflosen Nächten und ein paar hart anstrengenden Tagen in der Höhe in den Bergen, mussten die Menschen, die zu Freuden wurden, wieder getroffen werden!

Milchshaketime

Pokhara. Es fühlte sich an wie nach Hause kommen: Wärme, unser altes Zimmer, frische Klamotten, eine tolle Dusche, flauschiges Handtuch und all die tollen Plätze zum Essen gehen.
Das Wetter momentan ist auch einfach perfekt! Warme, sonnige Tage ohne Regen, aber keine schwüle Hitze, wie in Südostasien. In der Nacht kühlt die Luft angenehm ab, so dass ich perfekt schlafen kann. So könnte ich für immer wohnen! <3

Wir hatten auf der Busfahrt zurück nach Pokhara Vince, einen Neuseeländer, adoptiert und alle überlebt. Der Bus hatte nämlich nicht auf den Stau auf der Hauptstraße auffahren wollen und nahm einen abstrus schmalen Weg durch die Berge. Wir trafen zweimal eine Mauer mit der Seite des Busses, grüßen einen Haufen verwirrt dreinblickender Dorfbewohner und fielen an einem Wasserfall fast in die Schlucht. Vorsichtshalber sagten Insa und ich schon mal unsere letzten Worte: "ok, bye" (Zitat: Frozen, Do you wanna build a snow man?) Ich versaute es allerdings, als ich kurz danach meinte, dass da ja noch ein Meter Platz gewesen wäre. Aber das sind ja auch schöne letzte Worte.

In Pokhara liefen wir nun zu einem lokalen Supermarkt, der einfach ein mega Einkaufszentrum nur aus einem Laden war und deckten uns mit Snacks, Klopapier (und so) für die nächste Wanderung ein - in der Hoffnung die Snacks nicht vorher schon wegzumampfen. Danach belohnten wir uns mit einem Eis. Haben wir auch sehr gut gemacht! Hatten so viel Zeug, dass wir nun ein Taxi zu unserem Guest House nahmen. ^^


Die nächsten Tage wurden dann super entspannt. Wir trafen alle Freunde vom Trekking wieder, was ein paar super witzige Abende wurden.

Zu Pokhara muss man wissen: Direkt am See sind all die kleinen Restaurants mit 24h Happy Hour Deals. If you know what I mean. ;)
Der Rest der Innenstadt ist voll mit etwas fancigeren Restaurants und heftig guten Crêpes, einer German Bakery, den geilsten Milchshakes der Welt, belgischen Waffeln und allem dazwischen. Näher an unserem Guest House bekommt man sehr gutes, billiges lokales Essen, es war perfekt! Naja, die Leute wissen, was der ausgehungerte und bierdurstige Wanderer so will. ;)


Wir gingen am ersten Abend Billard spielen (ich verkackte es am Ende, weil ich zwar die schwarze Kugel versenkte, aber die weiße auch hinterher fiel) - mein Spielpartner, Mark (der Ire aus Khopra, den wir danach noch etwa 10x trafen), war aber nicht böse und so feierten wir uns trotzdem und tanzen im Busy Bee. Es waren noch Dilip, ein sehr betrunkener Nepalese, Vince und zwei andere Iren dabei. Eine lustige Gruppe und es gab super leckeres Knoblauch-Naan. <3




Einen anderen Tag fuhren wir zu dritt mit Vince auf den Fewa See heraus mit einem geliehenen Boot. Stundenlang paddelten wir in der warmen Sonne über das Wasser.
Ich ging schwimmen, während die anderen mir wegpaddelten (gut, dass ich die 500m oder so locker schwimmen konnte - danke Saskia für das viele Training und die gute Atemtechnik, man hat ja keinen Beckenrand zum Festhalten..) und wir hielten an jedem Restaurant für Pommes und Cider. Irgendwann wurden aus dem Cider Cocktails und als die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand, machten wir uns auf den Rückweg.




Wir mussten uns schließlich abends wieder mit dem Clan treffen! Neben Mark kamen noch Aran (ein Australier) und Harry (ein brexitender Engländer) und Lucy (aus Prag) dazu, die wir alle im MBC kennen gelernt hatten und Harry und Lucy sind einfach die besten. Beleidigen sich dauern und drohen sich umzubringen. Es ist zu herrlich! Manche Menschen liebt man einfach schon nach den ersten Minuten. :D


Mark verließ uns dann, um wieder die Berge unsicher zu machen, aber da er den Circuit anders herum macht, werden wir ihn hoffentlich an einem Punkt wieder treffen. Mit den anderen Drei trafen wir uns am nächsten Morgen zum Crêpe Essen, später einem Milchshake, aus dem Harry zwei machte ("sugar is poison") und dann abends zum Dinner. So ein sozialer Stress! :D 

Zwischendrin besuchten wir mit Vince und Aran noch die World Peace Pagoda mit tollem Blick über den See, Pokhara und die schneebedeckten Berge hinter dem See. Wunderschön! Einen perfekteren Ort für eine Friedenspagode kann ich mir nicht vorstellen! Jeder Stress und Hass scheint weit weg und nichtig im Anblick der Annapurnaberge vor einem.



Das abendliche Dinner artete dann etwas aus als wir zu DJs mutierten und das Restaurant plötzlich ein Club mit tanzenden Menschen wurde. :D Ein paar junge Inder vom Nebentisch gingen dabei ziemlich ab. Gute Zeiten in Pokhara. ;)



Happy Diwali! 

Wir wollten auch eigentlich schon einen Tag eher wieder in die Berge aufbrechen, nachdem auch Harry und Lucy wieder gefahren sind, wir aber in einem Monat ein Treffen in Kathmandu verabredet haben.. Aaaaaber es war wieder mal ein mehrtägiges Hindufest am Gange: Diwali! Das Lichterfest! Alle Hotels hatten bunt leuchtende Lichterketten an den Fassaden hängen, die Stadt leuchtete.
Jeder Tag hatte ein anderes Motto: an dem einen wurden alle Hunde von den Straßen in die Häuser geholt, gewaschen, gefüttert und verwöhnt und mit Blumenkränzen und einem Tikka auf der Stirn geschmückt. Ein anderer Tag galt den Kühen.
Menschen tanzten auf den Straßen, es wurde gesungen und die Wege vor den Häusern mit knallbunten Mandaladingern geschmückt. Überall brannten Kerzen. Die Stimmung war entspannt und fröhlich. Ich hatte plötzlich ein Gefühl wie zu Weihnachten. <3
Leider hieß das aber auch, dass das TIMS Office für unsere Permits geschlossen war, so dass wir gar nicht los konnten. Aber versacken in Pokhara ist das leichteste der Welt und so gingen wir noch mal in ein paar Bars, aßen lecker Pizza und tranken noch mehr von den weltbesten Milchshakes! Die Fruitbowls sind auch ziemlich zu empfehlen, auch wenn in dem Laden nur Hippies abhangen und Insa und ich uns ein wenig fehl am Platz vorkamen.. :D

Aus geplanten 3 Tagen, wurde eine Woche Urlaubsfeeling am See.. Gut, dass wir Zeit haben. :D

#SilenceIKillYou
#poppypair 
#alwaysHappyHour
#MBCCrew

Wir haben nun aber endlich unsere Permits und Schlafsäcke ausgeliehen (diesmal bis zu - 20°) und das Busticket für morgen gebucht. Unsere lieben Guest House Besitzer / Eltern (:P) ermahnten uns, dass heute keine Party gemacht wird, weil wir früh aufstehen müssen und so werden wir heute endlich mal früh ins Bett kommen und Energie für die Wanderung tanken. :D
Wir werden vermutlich gelegentlich Handyempfang haben, aber falls nicht: bis in ein paar Wochen! Der Circuit muss bezwungen werden! *.*

Samstag, 31. August 2019

Einmal jedes Verkehrsmittel bitte, danke



#wennesnichtaufInstagramgepostetwurdeistesdannüberhauptpassiert? :D


Wir kamen erstaunlich gut durch in unserem Nachtbus von Bagan und waren schon vor 7 am Busbahnhof in Yangon. Dort mussten wir dann "nur noch" den Bus weiter nach Bago finden. Mittlerweile wussten wir auch, wie man das Wort betonte (auf dem o), so dass wir wohl nicht versehentlich zurück nach Bagan fahren würden. ;) Allerdings ist der Busbahnhof in Yangon eine eigene Stadt mit eigenen verrückten Regeln, die wir leider gar nicht kannten. Da alles in burmesischer Schrift geschrieben war, mussten wir uns durchfragen. Taxifahrer wollten uns für 20 Dollar direkt nach Bago bringen und behaupteten es gäbe gar keinen Bus, aber das ignorieren wir. Es kristallisierte sich eine Richtung heraus, in die wir gingen und irgendwann fanden wir ein kleines Büro, das uns Tickets nach Bago verkaufte. Für etwa 2 Dollar pro Person. Um 8 ging es los, also noch etwas warten, aber sie hatten immerhin ein Klo. Das hatte allerdings schon bessere Zeiten gesehen. Und ich meine damit für asiatische Verhältnisse, es war also eine kleine Hölle. Aber egal, man will dort ja nicht Stunden verbringen. ;)

Die Busfahrt wurde ganz lustig in einem alten Bus, der auf den Sitzen mehr Fracht als Passagiere hatte. Ich glaube wir waren zu 5. Wir nannten ihn liebevoll Postbus.
Und da dieser irgendwo vor dem Zentrum von Bago einen Teil seiner Fracht loswerden musste, hüpfen wir schnell mit raus, denn wir hatten zufällig fast direkt vor unserem Hotel gehalten. :) 




Die Menschen in unserem Hotel waren die süßesten überhaupt! Die wollten uns ein anderes Zimmer geben, weil wir sonst 10 Minuten warten müssten (danach könnten wir in unser Zimmer umziehen). Wir warteten natürlich und bekamen erstmal Wasser, das wieder umsonst war. 

Wir waren zwar etwas fertig von der durchfahrenen Nacht, aber ließen uns ein Taxi organisieren, das uns die nächsten Stunden zu allen Sehenswürdigkeiten fahren würde. Einfach mal voll der Tourist sein. :D Die Sachen waren zu weit auseinander, um Rad zu fahren und das öffentliche TukTuk-Pickup-System verstanden wir leider nicht. Und für nicht mal 5 Euro pro Person kann man das mal machen. 




Bago hatte auch einige Überraschungen zu bieten. Die höchste goldene Pagoda in Myanmar, einen wieder aufgebauten Königspalast aus dem 15. Jahrhundert, der unglaublich eindrucksvoll war und ein paar riesige Buddhastatuen. Die waren sitzend und liegend riesig! Der große Zeh der einen liegenden Statue war länger als wir groß waren. Das verrückte ist, dass man nie sehen kann wie alt die Sachen wirklich sind, denn die Farbe wird immer wieder neu aufgetragen. Die Teile sahen aus wie etwa 20 Jahre alt, waren aber ein paar hundert Jahre alt - macht das ganze noch unglaublicher. 




Am frühen Abend lagen wir dann etwas fertig im Bett mit gebuchten Bustickets für den nächsten Morgen. 
Ich bin sehr froh, dass wir Bago noch gesehen haben, wir waren nämlich nicht sicher, ob wir noch weiter in den Süden sollten... Vor zwei Wochen hatte es im Süden massive Überschwemmungen und Erdrutsche gegeben, bei denen viele Menschen gestorben waren. Etwas südlicher als wir wollten, aber Monsun ist überall und wir hatten gehört, dass man kurzzeitig auch nicht über die Grenze nach Thailand gekommen ist. Aber die Grenze sollte wieder offen sein, also riskieren wir es. 

Es ging nun also nach Kinpun, wo es eine große Attraktion gab, den Golden Rock. Wir kamen in strömendem Regen in der nächstgelegenen Stadt an und sollten dort wohl den Bus wechseln. Wir also ausgestiegen und zwei Männern gefolgt, die meinten, dass der Bus in 5 Minuten kommen sollte. Nach einiger Zeit fragten sie uns ob wir Ponchos hätten. Wir so, nein, brauchen wir auch nicht, wir haben Regenschirme und fahren nur Bus. Plötzlich packten sie unsere großen Rucksäcke in Plastiksäcke und besorgten uns Regenponchos. Ok? Dann meinten sie, dass wir auf die Roller aufsteigen sollten. Da wir so auch heute Morgen abgeholt wurden, war das jetzt nicht mega ungewöhnlich, also stiegen wir auf. Im Monsun fuhren wir etwa 20 Minuten hoch nach Kinpun zu unserem Hotel. 

Und da fing der Spaß an. Plötzlich behaupteten die beiden, dass sie Taxifahrer wären und wir sie bezahlen sollten und unser Ticket ja nur bis zu der anderen Stadt gültig gewesen wäre. War es aber nicht, stand Kinpun drauf, was wir denen auch zeigten. Wir meinten, dass sie ja das Busunternehmen anrufen könnten, aber wir hatten bis hier hin bezahlt und würden nicht doppelt bezahlen. Dass sie Taxifahrer waren, hatten sie nie erwähnt, sonst wären wir nie mitgefahren. 
Wir fragten nicht mal was sie haben wollten, denn es ging nicht um das Geld sondern um das Prinzip. Ein bisschen taten sie mir auch Leid, aber so etwas tut man nicht. 
Wir checkten dann ein, sie fuhren weg. Nur um dann etwas später wieder aufzutauchen und uns zu sagen, dass wir die Ponchos bezahlen sollten. Ich war neugierig und fragte wie viel, aber das war so ein absurder Preis, dass ich ihm die Teile in die Hand drückte und meinte, dass er die wieder haben kann. Er war ein bisschen angepisst, konnte aber nicht viel machen und ging mit den Ponchos und Plastiksäcken weg. 

Es sollte nicht besser werden. ^^ Nach einem späten Mittagessen, gingen wir zu der Station, wo die Trucks starteten, die zum Golden Rock hoch fuhren. Es gab keinen Zeitplan, die Teile fuhren los, wenn sie voll waren. Und voll heißt etwa 40 Leute auf einer Ladefläche, auf die die unbequemsten Sitzbalken der Welt gebaut worden waren. 
Es waren schon 4 Leute vor uns da. Auch Touristen. Wow. Wir saßen dort über eine Stunde rum, nur sehr langsam füllte sich die Ladefläche. Wir waren um die 25 Leute. Neben mir ein Mönch, so nah dass ich zwangsläufig mit seiner Kutte kuscheln musste, die  man eigentlich nicht anfassen darf. Jetzt weiß ich, dass sie sehr weich ist. Die einzige Erkenntnis des heutigen Tages, denn kurz darauf kam jemand an und fragte ob wir oben übernachten würden. Äh, nein? Ja, also dann bräuchten wir heute auch nicht mehr hoch fahren, denn der letzte Truck runter würde um 6 fahren und dann hätten wir ja keine Zeit mehr uns dort oben überhaupt noch was anzuschauen. Deren Ernst? Die anderen Touristen warteten seit über zwei Stunden und wir hätten vermutlich alle etwas mehr gezahlt, um da endlich hoch zu kommen, aber nein, sie ließen uns dann aussteigen und fuhren nur mit den Locals hoch, von denen in der letzten halben Stunde auch nur 6 zugestiegen waren. Hätten die auch mit uns und ohne die fahren können. 

Auf die Enttäuschung tranken wir erstmal mit drei der anderen ein Bier und lernten so Niels, Indu und Ben kennen, die uns die nächsten Tage begleiten würden. :) 

Wir sahen den goldenen Felsen dann immerhin einmal von ganz unten und beschlossen es am nächsten Tag nicht noch mal zu versuchen. Wer also den Golden Rock sehen will, muss ihn googlen. :P 





Es regnete eh die ganze Zeit, also egal. ;) Die Bierabende mit Ben, die wir dafür gewannen waren eh besser als der Stein es je sein könnte. :P




Also fuhren wir 5 am nächsten Tag zusammen nach Hpa-An und diese Stadt, diese ganze Gegend entschädigte uns für alles! Zwei Tage ohne Regen und mit der schönsten Landschaft und unserem Scooter, Max Freedom! <3











(sorry für die vielen Fotos, wir haben ein bisschen übertrieben beim Fotografieren und dann konnte ich mich nicht entscheiden) 

Nachdem wir durch Reisfelder, überflutete Wiesen und flaches Land gefahren sind, kamen plötzlich Berge in Sicht. Dunkelgrün bewachsen ragten sie steil aus der Gegend hervor und gaben der ganzen Landschaft einen ganz besonderen Charakter. 
Hpa-An ist eigentlich eine recht große Stadt, aber hat irgendwie ihren dörflichen Charme behalten, weswegen ich mich dort sehr wohl fühlte. :) Ein bisschen wie Bremen. Einen Fluss gab es da auch. ;) 
Wir düsten dann zwei Tage lang durch die Landschaft, schauten uns Höhlen, Pagoden, Viewpoints und die Landschaft an und genossen einfach das Fahren. Rechts schön. Links schön. Vorne schön. Tal des Buddha, was will man mehr? 
Gingen dann sogar noch schwimmen in einem Pool mit exzellenter Gegenstromanlage (Flussströmung) und erfanden secret Handshakes mit einem süßen Mädchen, die so goldig über alles lachte. Wir konnten uns stundenlang unterhalten, denn für sie war es vollkommen egal, dass wir keine gemeinsame Sprache hatten. 

Leider hatten wir mit den anderen dreien dann keine weitere gemeinsame Zeit, denn sie fuhren direkt in den Norden Thailands weiter, wohingegen wir uns nach Sukhothai aufmachten.

Tschüß Myanmar, du warst wunderschön und wir werden den Tea Leaf Salad, die goldenen Pagoden, die bunten Röcke, den hellen Sonnenschutz im Gesicht und die Natürlichkeit vermissen! 

Die Hauptstraße zur Grenze nach Thailand ist durch den vielen Regen momentan nicht befahrbar, weswegen unser Auto (Busse fuhren gar nicht) einen krassen Umweg machte über kleine Straßen, die einem mal das Landleben von Myanmar zeigten. Reisfelder, Holzhäuser auf Stelzen mit Blätterdach, dann eine Solaranlage, Ochsen- und Wasserbüffelherden auf der Straße, abenteuerliche Brücken und Kautschukplantagen. 

Wir teilten uns das Auto (Shared Taxi) mit einer Mutter mit zwei kleinen Kindern und das Mädchen saß neben mir. Eigentlich ganz süß, bis sie dann halb auf mir drauf einschlief. 
Das Mädchen war ein verdammter Ofen. Man hätte ohne Probleme Eier auf ihr braten können (was praktisch gewesen wäre, wenn ich welche da gehabt hätte), leider grillte sie mich (was unpraktisch war). Unglaublich wie warm sie war und meine Körpertemperatur war danach sicher auch bei mindestens 45°.




Aber ich überlebte und so kamen wir gut in Myawaddy an, der Grenzstadt zu Thailand. Ausreisen, über die Grenze gehen und einreisen war erstaunlich einfach und schon waren wir in Mae Sot, Thailand. Und jetzt habe ich keine Lust mehr zu schreiben und deswegen muss der Rest der Geschichte bis zum nächsten Mal warten. :P




Montag, 26. August 2019

May Lord Buddha bless You

... So gefunden auf einer Tafel vor einem der großen Tempel, auf der stand wer für die Instandsetzung gezahlt hat. 




Also ja, Tempel ist das Stichwort. Wir wollten nach Bagan, vielleicht das Highlight der Myanmar-Reise. Leider waren im Nachtzug schon alle Sleeper (Betten) ausgebucht und so nahmen wir notgedrungen die Upper Class, denn auf Holzbänken will man eher nicht versuchen zu schlafen. 
Zugfahren am Tag hatten wir schon, aber über Nacht ist auch noch mal interessant - sollte man unbedingt mitmachen. Das grelle Licht im Waggon wird nämlich nicht ausgeschaltet und da es so warm ist, dass die Fenster zwecks Fahrtwind geöffnet sind, ist der Zug eine verdammte Riesenlampe, die alle Insekten anzieht. Und ich meine nicht nur Motten, die dann begeistert um die Lampen fliegen, sondern auch Kamikaze-Käfer, die einfach - bämm - in dein Gesicht klatschen. Und dann denken "Wow, hell hier. Gruselig. Schnell verstecken". In meinen Haaren. Zweimal kroch mir so ein Ein-Zentimeter-Skarabäus (bestimmt war es einer, okay, war es nicht) richtig tief unter die Haare, so dass ich ihn kaum wieder raus bekam. Nicht witzig, man konnte nicht mal wegrennen, wie man das so heldenhaft bei Wespen tut. "Hallo, i bims 1 Käfer und ich wohne jetzt hier." Ganz großes Kino, wie soll man so bitte schlafen? Naja, ab Mitternacht wurde es weniger, ich wickelte mir mein Tuch um den Kopf und döste noch ein wenig vor mich hin. Die entspannte Zeit wurde aber durch den Zug auch immer wieder unterbrochen, wenn sich das Schaukeln so stark steigerte, dass man wirklich vom Sitz gefallen wäre, wenn man die Füße nicht in den Boden gestemmt hätte. Und das meine ich ernst. Bei dem Gewackel hätte man in Deutschland jeden Zug angehalten, wahrscheinlich hätten ein Drittel der Passagiere danach die Bahn verklagt, wegen Körperverletzung.



Nach dieser also sehr geruhsamen Nacht kamen wir um fünf Uhr morgens in Bagan an. Ich war gerade so aus meinem Schlummer erwacht, Insa weckte ich gerade auf, da hielt der Zug an und - ratsch - mein Fenster wurde von außen geöffnet. Ich kam noch gar nicht klar, vielleicht wusste ich gerade mal meinen Namen und dann kam da dieser Typ, steckte seinen Kopf durch das Fenster und rief gut gelaunt "Good morning! Taxi?" What the fuck. Ich war nicht mal fähig zu antworten. Es war stockdunkel draußen. Nichts davon war ein "guter Morgen". 

Taximafia ist übrigens ein Ding in Bagan und die Leute umschwärmten uns wie vorher die Insekten, sobald wir den Zug verließen. 12.000 wollten die für die Fahrt ins Dorf und wir lachten erstmal, weil wir dachten, dass das ein Scherz war. War es nicht. Wir also nein gesagt, Insa wurde auch langsam böse, denn wir sind nun lange genug in dem Land, dass wir die Preise kennen und meinte 3.000. Nun lachten die Taxifahrer. Mittlerweile waren wir die einzigen überhaupt noch am Bahnhof und es war klar, dass die alle in die gleiche Richtung mussten wie wir.. Wir handelten auf 6.000 runter, was, wie wir später erfuhren, auch der normale Preis ist. Alle fuhren wir zeitgleich weg, alle in die selbe Richtung. Die hätten uns quasi auch umsonst mitnehmen können.






Naja, da waren wir also an unserem Guest House (bestes Zimmer, das wir in Myanmar bisher hatten und den besten Schlaf seit Ewigkeiten) und konnten natürlich noch nicht einchecken. Also fingen wir mit dem ersten Licht der Dämmerung mit dem Sightseeing an. Was soll's. Bisschen groggy liefen wir planlos durch die Nachbarschaft und erfreuten uns an jeder Ruine, die wir fanden.

Später machten wir einen langen Mittagsschlaf, dann gingen wir nochmal in die andere Richtung los. Wir waren bezaubert. Das waren alles nicht die Highlights von Bagan, keiner der großen Tempel, aber wunderschön!




In einem Tempel waren alte Wandbilder, weswegen man dort drin keine Fotos machen durfte, aber ein Deutscher hat 1899 einige davon aus der Wand gebrochen und mitgenommen. Die Europäer waren schon immer eher scheiße. Sorry. Insa liest gerade "Burmese Days" von George Orwell (was einem hier übrigens auch jeder verkaufen will) und sie liest manchmal Passagen vor, da kann man nur den Kopf schütteln. Wie kann man sich nur so sehr für etwas besseres halten? Ich verstehe es nicht. Myanmar war ja englisch und die Engländer haben sich in ihrer langen Geschichte auch wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. 
Und dabei ist Myanmar so ein tolles Land mit so netten Menschen. :) 

Aber ich schweife ab.. 




Am nächsten Tag kam dann ausgeruht das volle Programm. Alle Tempel, die irgendjemand als sehenswert klassifiziert hatte, wurden angeschaut. Zusätzlich hielten wir an jeder schönen Ecke und schauten uns die Pagoden und Türmchen und Ruinen an, die uns gefielen. Wir fuhren mit Barry, unserem E-Scooter (das größte Geheimnis von Bagan ist, warum die Teile überall E-Bikes heißen...), über Feldwege und Schlaglöcher und landeten nicht nur einmal in einer Sackgasse vor einem Feld. Aber das war nicht schlimm, denn alle paar Meter stand Geschichte in der Gegend rum. Die meisten Tempel wurden im 10. bis 12. Jahrhundert erbaut, kaum etwas ist neuer. 




Die meisten Bauwerke waren aus rotem Backstein, einige leuchteten aber auch in helleren Farben und manche Tempel waren noch 'in Benutzung', so dass goldene Kuppeln die Pagoden schmückten. Wir sahen riesige Buddhastatuen, orangefarbene Mönche und rosa gekleidete Nonnen. Und bis auf an ganz wenigen Stellen kaum Touristen. Ein Hoch auf die Nebensaison!

Habe gemerkt, dass man auch Videos hinzufügen kann, also viel Spaß mit den zweien aus Bagan. :D




Die Fotos zeigen glaube ich besser was ich meine, aber können trotzdem nicht wirklich vermitteln wie unglaublich diese Gegend ist. Wenn man den verschlungenen Wegen folgt und innerhalb von Minuten hunderte Bauwerke findet, jedes einzelne irgendwie anders, dann kann man das kaum aufnehmen. 
Ich kann nicht mal schätzen wie viele wir von den über 2000 noch stehenden Ruinen sahen (es sind einmal über 4000 gewesen), aber ich bin glücklich über jede einzelne. 




Der nächste Tag war schon unser letzter hier, denn wir hatten für den Abend einen Nachtbus gebucht. 
Und der Tag wurde noch mal spannend, denn als wir uns gerade eine besonders schöne Gruppe angeschaut hatten - zufällig gefunden - fing es an zu regnen. Wir waren eigentlich mit Blueberry, unserem neuen Scooter auf dem Weg nach New Bagan, um uns mit Leuten zu treffen, mussten dann aber Unterschlupf bei Buddha suchen (ein paar Jugendliche riefen uns zu wir sollten uns mit denen in einer von den Minipagoden verstecken, wo sie auch Unterschlupf vor dem Wetter gefunden hatten). 
Leider wollte der Regen nicht aufhören - hallo Regenzeit - und so fuhren wir dann doch weiter. Insa manövrierte uns durch den Fluss, der früher mal ein Feldweg war - es waren keine Schlaglöcher sondern Schlagseen - und ich hielt den Schirm irgendwie so, dass Insa nicht direkt den Monsun im Gesicht hatte und mein Handy nicht komplett nass wurde, ich musste uns ja navigieren. 
Als wir akzeptiert hatten, dass nass nur ein weiterer Aggregatzustand ist, den Kleidung annehmen kann, wurde es dann auch lustig. Nach Ewigkeiten kamen wir aus dem Matsch und der Rutschpartie raus in die Stadt und auf festen Boden. Der Boden war zwar dann nicht mehr sichtbar, weil der Fluss offensichtlich jeden der Einwohner persönlich besuchen wollte, aber wir sangen sehr laut und sehr schief "Durch den Monsun" und bekamen so viele Grüße von allen Seiten. Mingalabar! 
Laut hupend (unser neuer Scooter hatte eine Hupkrankheit und klang etwas merkwürdig) fuhren wir quasi in das Restaurant rein, in dem wir schon erwartet wurden. Es war ein lustiger Tag!



Zwei Stunden später heizte die Sonne die ganze Erde noch einmal richtig auf und half uns und unseren Klamotten beim Trocknen. Vielleicht war es auch das Tanzen auf der Dachterrasse bzw. Dachrasen. Lalala. 

An diesem Tag konnten wir uns endlich auch einen Sonnenuntergang hier anschauen (die Tage davor waren zu bewölkt gewesen) und das tolle Bagan gebührend verabschieden. Danke, du wundervolles Bagan, du warst atemberaubend schön und wirst nie vergessen werden! 




Unser VIP Busunternehmen holte uns dann auch noch im Hotel ab, alles sehr entspannt. Und so schrieb ich diesen Quatsch in einem weiteren Nachtbus. Ohne die Nachtfahrten würde ich wohl noch keinen Blogartikel geschrieben haben.. :D



Freitag, 23. August 2019

Mandalay, du süße Überraschung

Das schwerste im Leben ist, zu wissen, über welche Brücken man gehen und welche man besser abbrennen sollte.

- David Russell



Ich mag keine Großstädte - Überraschung - also war ich auch nicht so heftig begeistert nach so viel Natur und kleineren Städten wieder in einer zu landen, aber ich muss sagen: Es hat sich gelohnt.

Zunächst fuhren wir ja mit dem Zug aus Hsipaw raus, mit deutlich gemischten Gefühlen. Einerseits ziemlicher Erleichterung, denn uns wurde von ein paar Leuten, die wir von der Tour kannten und die mit uns den Zug nahmen, berichtet, dass sie am Abend zuvor auch bei den Ruinen von Klein-Bagan gewesen waren und dort zu Abend gegessen hatten als in der Nähe Maschinengewehre abgefeuert wurden. Vielleicht in der Nähe der Polizeistation, wo wir vorbei gegangen waren.. Außerdem hatte es nun in Lashio auch einen ersten zivilen Verletzen gegeben, einen Fahrer eines Rettungswagens.
Andererseits mit Wehmut, denn die Gegend war wunderschön und es macht mich traurig zu wissen, dass die wundervollen Menschen, die im Tourismus dort arbeiten, nun vermutlich ziemliche Probleme bekommen werden. :( 




Das erste Highlight war schon die Zugfahrt an sich, denn es ging über das berühmte Goteik Viadukt, das in über 600 Metern eine tiefe Schlucht überspannt. Übrigens jene Schlucht, die nun nicht mehr mit dem Auto überquert werden kann, weil die Brücke gesprengt worden ist. Das Viadukt war zur Zeit seiner Erbauung (1900) die größte Eisenbahn-Bockbrücke der Welt gewesen und ist immer noch äußerst beeindruckend! Zunächst fuhr man durch zwei Tunnel, dann kam die gebogene Brücke und die Aussichten waren unglaublich. Eine tolle Szenerie. 
Die restliche Zugfahrt war auch sehr spannend. Wir hatten ein paar Cent mehr in die Hand genommen und uns für knapp zwei Euro die Upper Class gegönnt mit viel Beinfreiheit. Die Fenster geöffnet, um den Fahrtwind herein zu lassen, alles sehr entspannt. Der Zug juckelte wieder entspannt vor sich hin. Dann bamm bamm kratz kratz. Es macht sich niemand die Mühe das Grünzeug und die Bäume an der Bahnstrecke zu schneiden, warum auch, wenn der Zug das beim Fahren selbst erledigt? :D Insa saß am Fenster und wurde also ein paar Stunden mit Blättern beworfen. Das beste daran war aber der leckere, frische Geruch nach Blättern, Kräutern und so. 
Manchmal wackelte der Zug so brutal, dass man auf und ab geschmissen wurde, dann wiederum fuhren wir super lahm zwischen zwei Stationen und ein paar Männer und Frauen verkauften Obst, Trinken, Snacks und Nudeln. 




Am frühen Nachmittag kamen wir dann in Pyin Oo Lwin an und waren froh, dass wir nicht noch weiter nach Mandalay mussten.
Pyin Oo Lwin war auch gar nicht so klein, aber noch klein genug, um alles zu Fuß zu erkunden. Also schauten wir uns am nächsten Tag den Clocktower und ein paar Häuser aus der Kolonialzeit an. Wir kauften dann noch ne komplette Staude Bananen (quasi) auf dem Hauptmarkt und fühlten uns direkt wie Einheimische. :D Mittags gönnten wir uns einen Smoothie bzw. für mich Schokomilchshake und waren sehr glücklich.
Das Highlight von Pyin Oo Lwin war dann der Wasserfall zu dem wir nach dem Mittag fuhren: der Anisakan Wasserfall. :)
Man stieg zwar etwa eine halbe Stunde in eine Schlucht hinab - laut MapsMe 600m Höhenunterschied - aber es lohnte sich! Es fühlte sich dann auch so gut an das Sprühwasser im Gesicht zu spüren und sich vor dem Aufstieg abzukühlen, von dem Anblick ganz zu schweigen. ;) Die Abkühlung war zwar nach ein paar Sekunden schon wieder verdunstet in der Mittagssonne, aber hey, immerhin konnten wir nun von Innen nach Außen unsere Kleidung durchschwitzen, njammi.




Am nächsten Tag kamen wir dann in Mandalay an und gingen direkt los zum Palast im Herzen der Stadt.


Blauer Punkt: Unser Hotel. Das Viereck darüber das Palastgebiet.


Sieht nah dran aus, oder? Eine Seite des Geländes sind jedoch etwa zwei Kilometer.. Wir waren also wieder ordentlich am Laufen und das - wen wundert es - mal wieder in der Mittagshitze. Wir werden auch nicht schlauer. ;)
Der Palast war aber ganz cool, auch wenn alle Häuser dort leer waren und ziemlich gleich aussahen. Nur im letzten war ein Museum drin, das ganz spannend war. :) Das ganze restliche Gelände in dem Viereck scheint eine Kaserne zu sein, denn dort waren Übungsplätze und Familien wohnten in den Baracken dort. Vielleicht musste man deswegen seinen Pass am Eingang abgeben. Man weiß es nicht.






Wir stiegen außerhalb des Palastes, aber nicht mehr auf militärische Gelände auf einen Clocktower, weil man ja alles mitnehmen muss und der stand da halt rum und bekamen auf der obersten Plattform dann doch weiche Knie. Es gab absolut Null Geländer und wow, man war schon hoch. Ich lief trotzdem dort oben rum, hielt mich aber vom Rand fern, Insa musste sich direkt setzen. Interessante Erfahrung.



Der nächste Tag fing spannend an. Es hatte die Nacht durchgeregnet und die Straßen konnten die Massen an Wasser nicht abführen, also blieb es halt dort stehen. Es war ein witziges Gefühl Wellen gegen die Füße branden zu spüren, wenn ein Auto vorbei fuhr und sich dann durch die Fluten zu kämpfen, wenn auch die Gehwege überflutet waren.. 




Da es aber nicht mehr regnete, machten wir dann das volle Mandalay-Programm:
  - Kuthodaw Pagode (größtes Buch der Welt) 
  - Mandalay-Hügel (tolle Aussicht auf die Pagode und den Palast und die Stadt) 
  - verschiedene kleinere Pagoden dort in der Nähe 
  - die Ruinen von Innwa (Ava) 
  - Sonnuntergang auf der U Bein Brücke

Ich weiß nicht wovon ich als erstes schwärmen soll.. Vielleicht, dass alles, was wir an dem Tag sahen, so unterschiedlich war. Hunderte weiße Stupadinger in präzisen Reihen, goldene Kuppeln und Buddhas, sogar ein etwas gruseliger schwarzer Buddha, viele verschiedene Ruinen einer Jahrhunderte alten Königsstadt, ein altes Teakholz-Kloster mit tollen Holzschnitzereien und dann die längste und älteste Teakholz-Brücke der Welt. 


In jedem von den weißen Teilen ist eine Buchseite aus einem heiligen Buch und es gibt über 700 von den "Höhlen" 

Ich habe nicht gewusst, dass quasi alle großen Königreiche im heutigen Myanmar ihren Königssitz in der Nähe von Mandalay hatten und somit ist dort natürlich einiges an Geschichte in alten Mauern zu finden. Nach Natur kommen dann auch direkt Ruinen auf meiner imaginären Liebe-Ich-Liste. Die kann ich mir auch Ewigkeiten anschauen! Ein besonderes Gefühl über Steine zu laufen, die früher ein so anderes Leben gesehen haben, mit den Fingern über rauen Stein zu streichen aufgewärmt von der Sonne, als hätte er Leben und dann barfuß über altes Holz laufen, das bei jedem Schritt knarzt und von seiner Vergangenheit erzählt. 


Innwa

Etwas irritierend waren an diesem Tag nur die Horden an Chinesischen Touristen, die gelegentlich auftauchten und alles in Beschlag nahmen. Falls jemand weiß warum die alle in dreier oder vierer Gruppen das exakt gleiche Outfit anhaben, klärt mich auf, es ist merkwürdig.


Noch mehr Innwa <3


Wie auch immer, natürlich traf man komplett Mandalay zum Sonnenuntergang auf der Brücke. Und nach diesem Abend wussten wir auch wieso. Es ist wunderschön dort! Definitiv eine Brücke, über die man gehen sollte. :D Fischer tauchen nach ihren Fallen und die Sonne machte ihren orange-roten Abgang über den Bergen und, wenn man richtig stand, über der Silhouette der Brücke. 
Wir waren vorher einmal die 1,2km über die Brücke auf die andere Seite gegangen - sehr vorsichtig, denn es war voll und natürlich gab es mal wieder kein Geländer, auf dem Rückweg fühlte man sich schon sicherer. Je tiefer die Sonne sank, desto schöner wurde es. Wir hatten Glück mit dem Wetter und so ging ein anstrengender, aber umso schönerer Tag zu Ende. 



U Bein Brücke 


Am nächsten Tag schauten wir uns noch eine Pagode an und gingen dann weiter zu einem Kloster, das wir zu der Zeit komplett für uns hatten. Auch wieder aus Holz und wunderschön. Ich hätte noch länger dort bleiben können. <3

Wir sind übrigens die einzigen Menschen, die in Mandalay längere Strecken zu Fuß gehen und am Ende der 2 1/2 Tage dort waren wir besser als die Einheimischen beim Überqueren der mehrspurigen Straßen. Fußwege sind halt auch nur da um dort Sachen abzustellen.. 
Wir sahen allerdings durch unsere vielen erlaufenen Kilometer auch Viertel, die man sonst nicht so sieht. So kamen wir auf dem Rückweg vom Kloster durch ein Handelsviertel, wo jedes Haus / jeder Laden unterschiedliche Sachen geliefert bekam, lagerte und weiter verteilte. Bei uns gibt es sowas gar nicht mehr. 



Kloster aus Teakholz


Mandalay war faszinierend und für eine Großstadt sehr entspannt. Es war eine schöne Zeit. 
Am Abend verließen wir Mandalay dann im Zug nach Bagan, das Haupttouristenziel von Myanmar, würde ich sagen. Und da ich mich schon in Innwa so über die Ruinen gefreut habe, jetzt der komplette Ruinen-Endgegner mit über 2000 davon. :)