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Dienstag, 18. August 2020

Home is where your heart is

 

Am I losing touch
Am I losing touch now?

He said, "Why why, what a terrible time to be alive
If you're prone to overthinking and
Why why, what a terrible time to be alive
If you're prone to second guessing" and

Hey pretty smiling people
We're alright together, we're alright together
Hey pretty shining people
We're alright together, we're alright together, hey

George Ezra - Pretty Shining People


Bremen :)


Brinkum. Heimat auf eine ganz andere Art als Bremen es ist. Kindheit, Mama und Papa und so viele Erinnerungen. Als wäre ich in den letzten Wochen irgendwie angespannt gewesen ohne es richtig gemerkt zu haben, fiel fast sofort eine Last von meinen Schultern als ich mein neues, altes Zimmer bezog. Natürlich ist es nicht mehr mein Kinderzimmer sondern nun Mamas Nähzimmer, aber es fühlte sich noch so gewohnt an. Die Tapeten in fröhlichem Orange, wie ich sie zurückgelassen hatte und die Tür schmückte noch immer mein Name in Window Color Buchstaben. Alte Fotos aus der Schulzeit hingen immer noch an der Innenseite der Tür und umrandeten einen Kalender, in dem die eingetragenen Geburtstage schon seit Jahren bis zur Unkenntlichkeit verblasst waren. Neu waren die wunderschönen gequilteten Wandbehänge von Mama, die in ihren verschiedenen Blautönen wunderbar vor der Wand wirkten. Hach, wie schön.

Meine Eltern hatten beim Gesundheitsamt nachgefragt, ob ich in Quarantäne müsste, aber da ich nicht aus einem Risikogebiet zurück kam, musste ich es nicht. Hurra. Die allgemeine Quarantänepflicht für Zurückkommende wurde erst eine Woche später beschlossen.

Ich füllte die Tage also erstmal mit Ankommen.. Sachen wurden gewaschen und ich schaute mehr deutsche Nachrichten im Fernsehen als in den letzten 5 Jahren zusammen. Ich ging spazieren und war erstaunt wie wenig sich in den letzten Jahren verändert hatte. Wenn ich jetzt noch Jumi an der Leine gehabt hätte, dann wäre ich wahrlich in der Zeit zurück gereist. Aber so oft ich in den nächsten Wochen auch mit bittendem Blick nach einem Hund fragte, meine Eltern wollten sich nicht erweichen lassen. Mistkram. Und ich ging ja schon noch davon aus, dass ich ab dem 1.8. wieder Vollzeit würde arbeiten müssen, also konnte ich mir leider zeittechnisch keinen Hund leisten. Allerdings ging nun auch langsam meine ganze Firma in Kurzarbeit und auch mir wurde ein Zettel zum Unterschreiben zugeschickt. Je schlechter es Airbus ging, desto übler ging es natürlich uns als "Zulieferer". Vielleicht also doch keine Vollzeitbeschäftigung im August. Wir werden sehen.
Aber momentan war mir das alles relativ egal. Ich fühlte mich wie früher in den Sommerferien. Das Wetter wurde von Tag zu Tag besser und ich war viel draußen. Ich hatte ja Zeit und nicht wirklich etwas zu tun. Aber natürlich hielt ich mich an die Regeln und besuchte nicht wild alle Freunde, die ich seit letztem Sommer nicht mehr gesehen hatte.

 

Allerdings hatten die ganzen Corona-Maßnahmen natürlich auch Nachteile, die mich echt traurig machten. Ich sah Jannis nach so langer Zeit wieder und wir standen im Garten 2m auseinander. Mein rationales Gerhirn verstand die Gründe, aber mein Herz war nicht wirklich überzeugt. Miri kündigte einige Tage, nachdem ich wieder angekommen war, an, vorerst nicht mehr nach Brinkum zu kommen, weil sie im Krankenhaus schon Kontakt zu positiv getesteten Menschen gehabt hatte und uns nicht gefährden wollte. Das tat richtig weh. Aber wie gut, dass wir ja noch unseren Kleingarten hatten, den Miri so wunderbar gepflegt hatte, als ich unterwegs war und so konnte ich Miri und Max dort an der Luft und mit hoffentlich genug Abstand treffen. :) Die Pflanzsaison ging auch los und wir verfrachteten die wild wuchernden kleinen Pflänzchen von Miris Fensterbrettern in die Beete und sähten auch fleißig aus: Kohlrabi, Möhren, Kartoffeln, Erbsen, Radieschen, Rote Beete, Salat, Zucchini, Lauch, Zwiebeln, Bohnen, Mais, Kürbis, Mangold, Spinat, Wirsing, ... Ich habe bestimmt noch was vergessen. Dieses Jahr kamen auch die Kirschen und Äpfel viel besser als in den Jahren zuvor! :) Es wird allmählich!

Damit mir nicht langweilig wurde, war meine erste Amtshandlung in Brinkum, die seit der Erbauung nicht mehr geputzte Terrassenüberdachung, penibel von Schmutz und Moos zu befreien. Immerhin war es für den norddeutschen Frühling erstaunlich warm und so war es nicht ganz so unangenehm komplett nass zu werden.


Langsam kam ich wieder an. Insa und ich fuhren jeden zweiten oder dritten Tag Rad und erkundeten mit sämtlichen Stuhr-Touren die Heimat. Wir entdeckten erstaunlich viel Neues. Mit der Babywaldtour konnten wir unsere Bäume besuchen, die im Herbst 1989 von unseren Eltern im gleichen Wald gepflanzt worden waren. Ich war das letzte Mal als Kind dort gewesen und hoffte, dass mein Bäumchen noch stand. Mit abfotografierten Karten von damals erreichten wir das kleine Wäldchen. Mein Baum, eine Linde, stand recht nah an der Straße und so suchten wir diesen als erstes. Schwer zu sagen, welcher von den Bäumen tatsächlich meiner war. Ich beschloss nach ein paar Minuten ihn gefunden zu haben und umarmte den erstaunlich dicken Stamm. Meinem Baum ging es gut! :) Insas Baum war ein Ahorn und etwas besser zu identifizieren. Da sich seine Äste etwas tiefer schon gabelten, konnte man diesen Baum sogar erklettern, was ich natürlich machen musste. Wenn ich mich schon wie ein Kind fühle, kann ich es auch komplett ausleben.


Wir fuhren an diesem Tag etwa 40km und waren trotz Pausen vollkommen fertig. Wir machten zwar getrennt voneinander, aber immerhin täglich, weiter mit unseren Fitnessübungen oder Yoga oder gingen Joggen. Hauptsache Bewegung und langsam wieder fit werden. Es klappte über die Wochen echt gut, denn am Ende fuhren wir eine flotte Nachmittagsrunde von über 60km ohne großartige Ermüdungserscheinungen. Das musste auch sein, denn wir hatten uns das Ziel gesetzt uns so weit hoch zu trainieren, dass wir die knapp 150km von Osnabrück nach Bremen fahren können. Dort gab es einen ausgewiesenen Radweg, den wir auf einer unserer vielen Stuhrtouren gefunden hatten. Irgendwann war uns Stuhr natürlich zu langweilig und so planten wir mit Komoot immer neue Touren in die Umgebung. Wir entdeckten die Weserside Gallery (ein etwa 1000m langer Streifen am Fluss mit Graffiti-Kunstwerken an einer langen Mauer), fuhren durchs Blockland und an der Weser entlang. Außerdem machten wir die Erkenntnis, dass rund um Syke verflucht viele Hügel sind und beschlossen nie wieder in diese Richtung zu fahren. :D Der Hohe Berg beschwerte uns allerdings eine schöne Aussicht auf die ganze Länge von Bremen - von den Stahlwerken über den Dom bis Tenever. Gastfahrer auf unseren Touren waren Saskia und Kolja - natürlich alles brav mit Abstand. ;)

 
Die "Pilgertour an allen Kirchen Stuhrs vorbei machten wir stilecht im Einhornkostüm. Ein bisschen Lächeln auf die Gesichter zaubern, das kann man mal machen. :)
 


Saskia war es auch, die mir den wertvollsten Tipp (was Geldgewinn angeht) seit langem gab: Ich dachte nämlich die ganze Zeit, dass ich ja mit meinem "unbezahlten Urlaub" kein Arbeitslosengeld bekommen würde, aber Saskia hatte recht, technisch gesehen war ich in einem ruhenden Arbeitsverhältnis, was so viel heißt, wie "ich arbeite gerade nicht". Und wer in Deutschland nicht arbeitet, kann Arbeitslosengeld bekommen. Insa hatte schon direkt am ersten Tag Hartz 4 beantragt, was sehr schnell bewilligt worden ist. Ich rief erst Mitte April beim Amt an und bekam tatsächlich bestätigt: Wenn ich in den letzten 2 Jahren mindestens 12 Monate sozialversichert beschäftigt gewesen bin, habe ich Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Achwas! Also schnell arbeitslos gemeldet und den Antrag ausgefüllt. Ein Mann vom zuständigen Amt in Syke rief mich noch am gleichen Tag an und fragte mich zu meiner Situation aus. Da ich aber ab dem 1.8. wieder in einem Arbeitsverhältnis stehen würde und in Coronazeiten eh nicht wirklich Arbeit in meinem Beruf finden würde, wurde mein "Fall" auf den Stapel "darum muss ich mich nicht weiter kümmern" gelegt. Nun musste ich nur noch den Anhang von meiner letzten Arbeitsstelle ausfüllen lassen und mich bei meiner alten Krankenkasse anmelden. Dauerte alles, aber man bekommt das Geld, wenn es bewilligt wurde, ja rückwirkend zu dem Tag, an dem man sich arbeitslos gemeldet hatte. Und ich bekam es bewilligt. Wie cool ist das denn? :) 


Ostern ging sehr merkwürdig vorüber, denn es wurde das erste Mal in meinem Leben, dass nicht alle in Brinkum waren (außer natürlich jemand von uns Kindern war gerade im Urlaub, aber dann war ja zumindest der Rest der Familie vereint). Jannis kam morgens vorbei und holte die obligatorischen Hefe-Hasen, die Mama wie jedes Jahr gebacken hatte, ab und brachte auch welche zu Miri und Max, die immerhin mit zwei anderen Ärzten zusammen draußen Brunchen konnten. Was für ein merkwürdiges Ostern. Was für ein merkwürdiges Jahr.


Aber langsam merkte ich, dass ich nicht dauerhaft nichts tun konnte. Wenn ich keinen Grund habe, um aufzustehen, dann tue ich es auch nicht. Das hilft natürlich nicht wahnsinnig, wenn man eh schon ein Nachtmensch ist und so geriet ich in eine Spirale von immer später ins Bett gehen und immer später aufstehen. Ich nervte mich selbst damit.
Ich brauchte eine Beschäftigung, denn nur Sport, Malen und am Blog schreiben, füllten die Tage nicht genug. Ich hatte mich für ab Mai auf der "Erntehelfer"-Seite angemeldet, falls es Bauern in der Umgebung geben sollte, die noch Hilfe benötigten. Allerdings wusste ich nicht ob und wann sich da jemand melden würde und so bewarben Insa und ich uns für die Erdbeerernte bei Wichmann. Insa bekam direkt eine Antwort, dass sie bald zum Probearbeiten kommen könne, ich bekam weder eine Zu- noch Absage. Hmm. Aber dann kam Rike mit einer wunderbaren Idee um die Ecke: Ihr Bruder braucht bestimmt immer Hilfe auf dem Hof und so passierte es, dass ich an einem Mittwoch die 9km nach Lehmkuhl fuhr, um mir die Arbeit auf dem Hof anzuschauen.
Natürlich war ich begeistert. Ich mag Kühe lieber als Pferde - Pluspunkt für einen Milchbetrieb - und ich bin eh gerne draußen und tue Sachen. Also wurde mir alles gezeigt und ich beschäftigte mich lange damit Holz zu hacken. Ich schwöre, die Axt wog mindestens so viel wie ich! Aber ich fühlte mich sehr männlich und schaffte es mir keine Körperteile abzuhacken. Wäre sonst auch schwierig geworden im Krankenhaus, denn ich hatte zu dem Zeitpunkt meine Krankenkassenkarte noch nicht.
In den nächsten drei Wochen war ich dann immer zwei bis drei Tage den ganzen Tag auf dem Hof und half mit dem kleinen Hofladen, sammelte Eier von den freilaufenden Hühnern und malte allerhand Schilder und eine Mauer an. Mein persönliches Highlight war definitiv die kurze Zeit, die ich einen Trecker auf dem Feld fahren durfte, als der Lehrling, der mir übrigens ziemlich viel beibrachte, Pfähle auf den hinter mir fahrenden Anhänger warf. Ha, ihr Pöbel da unten. Ich war sehr glücklich, als wir auf der Straße den Verkehr aufhielten. Würde man mir einen Trecker schenken, würde ich wohl ganz schnell zu einem bösen Menschen mutieren und aus Spaß im Berufsverkehr durch die Gegend schleichen. Gut, dass Trecker sehr teuer sind.


Es machte Spaß und ich stand wieder früher auf. Wie wunderbar! An einem Freitag wurde dann im Melkstall ein kleines Spiel gestartet: Man musste einen Kurzen trinken immer wenn eine Kuh irgendeine Art von Geschäft hinterließ oder mehr als 15 Liter (bin mir gerade unsicher wieviel es genau waren) Milch gab. Da ich noch Kartoffeln abpackte, kam ich erst dazu als schon die 3. Flasche angebrochen wurde, aber wow, die ging schnell leer. Den beiden trinkenden Damen ging es am nächsten Tag auch nicht soooo gut. ;)


Langsam gewöhnten sich alle in Deutschland ein bisschen an die neuen Umstände und manche Menschen wurden kreativ. Die Osterwiese war ja abgesagt und plötzlich öffnete in Varrel ein kleiner Verkaufswagen mit allem, was man sonst so dort bekommen konnte: gebrannte Mandeln, Süßes, Zuckerwatte und Schokofrüchte! <3 der="" dort="" fter="" fuhr="" im="" mal="" man="" p="" praktisch="" radtouren="" vorbei="" wenn="" zuge="">


Und eins blieb so wie immer: Natürlich besuchten meine Eltern, wie jedes Jahr zur Zeit der Blüte den Rhododendronpark und ich kam mit. Ich hatte es in den letzten Jahren natürlich nicht immer geschafft, aber es ist immer schön und wenn es passt, gehe ich super gerne mit! Auf irgendeinem Schild stand, dass der Park der zweitgrößte der Welt sei, aber irgendwie konnte ich nicht herausfinden welches nun der größte ist. Falls es jemand weiß, bitte melden! Ich mag keine ungelösten Rätsel. ;)


Und das Fitnessprogramm lief auch gut. Ganz am Anfang konnte ich gerade mal 5km Joggen gehen, nach einem Monat konnte ich schon recht entspannt mehr als 10km laufen. Ich wurde dank Yoga wieder beweglicher und das Radfahren half auch. Da Mama auch zu Hause ihr Trainingsprogramm machen musste, machten wir ein paar Mal zusammen Übungen. Ich fühlte mich wie ein Lauch. :D Aber ich sah Fortschritte.. Insa und ich nahmen im Mai / Juni an dem Stadtradeln für die Gemeinde teil und machten zusammen über 800km. Wir landeten auf Platz 14 von 21, aber Platz 4 in der km pro Kopf Wertung. Damit konnten wir leben. ;) 

Ab Mitte Mai durften wir auch wieder mit dem Korbballtraining anfangen, auch wenn wir uns erst einmal nur draußen treffen durften. Aber schon allein alle aus der Mannschaft wieder zu sehen, war toll! Und dann durfte die Linie 7 ihre Boulderhallen auch wieder öffnen - ein Hygienekonzept war ausgearbeitet und das vorherige Buchen eines Zeitslots sorgte dafür, dass nie zu viele Leute gleichzeitig dort waren. Meinetwegen kann das gerne so bleiben! Weniger Menschen, wenn ich an einer Wand herumturne, sind gar nicht so schlecht. Natürlich war ich ein kompletter Dulli, denn ich hatte absolut keine Kraft mehr in den Fingern und Armen, aber das konnte ich ja langsam wieder aufbauen und als ich eine schwere Balance-Route versuchte und schaffte, merkte ich mal wieder, dass ich zumindest die Technik und das Körpergefühl nicht verloren hatte. :) Es wurde langsam! 

Vor Monaten hatte ich Klimmzüge verlernt und langsam konnte ich wieder einen machen! Ein großartiges Gefühl! Fit sein macht Spaß! Und Anfang Juni holte uns mal wieder unser "Reiseglück" ein. Wir hatten unsere Radtour diesmal in den Bremer Norden geplant und fuhren über die Erdbeerbrücke, hinter der an der nächsten Ampel ein Lastenrad wartete. Jemand vom ADFC verteilte kleine Papiertüten mit Äpfeln und kleinen Geschenken an Radfahrer! Es war der Weltfahrradtag und wir waren zufällig dort vorbei gekommen. Wie cool ist das denn schon wieder? Außerdem machten wir an dem Tag unseren schnellsten Geschwindigkeitsdurchschnitt bei den etwa 60km, die wir fuhren, da wir von einem Gewitter gejagt wurden. Eine ganz großartige Motivation. Kann ich nur weiterempfehlen. :D


Corona schränkte mich vermutlich sehr viel weniger ein als andere Menschen, aber natürlich fanden auch unsere Spieleabende nicht mehr statt. Da es jedoch im Internet alles zu finden gibt, machten wir mit ein paar Leuten an zwei Tagen ein "Corona-Escape", ein Room Escape Spiel, das online gespielt wurde und wir konnten alle über eine Videokonferenz miträtseln.
Videokonferenzen waren ja eh das Ding in diesen Monaten. Und so telefonierten wir öfter mit allen aus der Familie - auch gerne, wenn wir mal wieder online Siedler spielten oder etwas kurzweiligere Würfelspiele, in denen ich - Zitat Jannis - "unschlagbar" war. :P Irgendwann verlor ich dann aber doch, was meinem Ego leider einen deutlichen Dämpfer verpasste. :D



Als man sich wieder mit zwei Haushalten treffen durfte, gründeten wir spontan für einen Tag eine WG und gingen zu viert im Teufelsmoor wandern und picknicken. Britta, Anika, Carmen und ich. Hach, ich hatte euch vermisst! Es war nicht viel los und wenn jemand kam, taten wir so, als wären wir zwei zweier Gruppen. Es interessierte niemanden. Aber es war unglaublich toll die Mädels mal wieder zu sehen! *.* Telefonate und WhatsApp sind einfach nicht das gleiche.


Mit Mama und Papa ging ich dann meine neu gekauften Wanderschuhe im Tilster Moor einlaufen - keine Blasen, ich denke sie passen. ;)


Und irgendwann durfte man sich wieder treffen. Wie schön es war alle aus der Familie an einem Ort zu sehen, wie gesellig eine kleine Runde Grillen auf der Parzelle war mit den Spieleleuten. Aber ich hatte es ja auch einfach. Ich arbeitete nicht im Krankenhaus oder Rettungsdienst, wo alle regelmäßig möglichen Kontakt zu infizierten hatten. Saskia musste einmal für 1,5 Wochen in Quarantäne, was für Leute, die alleine leben, besonders hart sein muss. Insa und ich brachten ihr ein kleines Care-Paket vorbei und quatschten eine zeitlang mit ihr. Blöde Situation!


Aber auch das ging vorbei und ab Juni wurden dann langsam immer mehr Lockerungen eingeführt. Restaurants öffneten wieder und auch Hotels durften wieder Gäste aufnehmen. Moooooment. Ha, ich muss ja erst zum 01.08. wieder in Bremen bzw. Hamburg sein, da hätte ich ja durchaus noch ein paar Wochen Zeit, um mir vielleicht mal meine Heimat anzuschauen. Von Deutschland hatte ich peinlicherweise nämlich noch gar nicht so viel gesehen und besonders im Süden war ich sehr, sehr selten gewesen. Also nahmen meine Pläne langsam Gestalt an, ich nahm Kontakt zu Freunden im Süden auf und dann wurde das Startdatum festgelegt: 11.06.2020. Noch vor dem angedachten Termin der Grenzöffnungen in Europa. Aber ich wollte ja eh in Deutschland bleiben. Es würde wieder los gehen! Wie toll, wie aufregend, wie spannend!


Aber davon dann im nächsten Blog. :) Ich versuche den auch etwas schneller zu schreiben - Mama will mich sonst nicht mehr Reisen lassen, wenn ich die Blogs hier nicht auf Stand bringe. :P Hihi.

Samstag, 27. Juli 2019

Chaos anrichten und Packen

Chaos anrichten kann ich gut. :) Wer mich etwas länger kennt, weiß, dass ich vielleicht nicht der ordentlichste Mensch der Welt bin. Deswegen werde ich auch kein Foto von dem derzeitigen Zustand des Flurs und Wohnzimmers zeigen. Ein kleiner Hinweis: Eine Bombe hätte vermutlich weniger Schaden angerichtet... Aber was soll ich machen? Irgendwie musste ich ja alles, das VIELLEICHT mitkommen sollte, durchschauen, sortieren und einpacken oder eben auch nicht.

So sieht es dann fertig gepackt aus, aber bis dahin dauerte es etwas.. :D


Wie schon vor Monaten erwähnt, gibt es unendlich viele Packlisten. Einiges davon ist durchaus sinnvoll und nützlich, anderes komplett überflüssig. Für mich jedenfalls. Also habe ich irgendwie drauf los gepackt und das ist dabei rausgekommen:

Kleidung:
- Regenjacke (die ich mit dickem Pullover auch noch im Winter tragen kann)
- eine Tasche mit Unterwäsche, Socken, Bikini
- eine Tasche mit T-Shirts und Tops (5 Stück, darunter 2 warme Merino-Shirts)
- eine Tasche mit dem Rest (Pullover, Merino-Longsleeve, Leggins, Thermoleggins, 2 kurzen Hosen, lange Hose, Halstuch, Stirnband und warmen Stulpen)
- Schuhe habe ich auch in einem praktischen Beutel (ein Paar zum Wandern etc. und einmal Sandalen; die richtigen Wanderstiefel bringt mir ja Britta kurz vor Nepal mit)



Ich habe alles eingepackt was ich mitnehme, was bedeutet, dass ich einen Teil davon wieder auspacken werde, da ich wohl nicht nackt in den Flieger steigen werde. Überraschung. Somit werden die Taschen etwas leerer vorher. Und von den mehr als 5 T-Shirts kommen auch noch ein paar raus, da ich lieber in Thailand ein paar schöne kaufen werde. Habe dafür also schon Platz geschaffen. Manchmal bin ich kluk. ;) Und ne Chillhose und vielleicht ein Kleid. Dafür ist gerade noch Platz. :P

Letztes Mal hatte ich nicht diese nützlichen Packtaschen und alles flog lose im Rucksack umher. Es nervte! Teilweise fand ich Sachen nicht, andere versteckten sich so gut, dass ich sie nach Monaten fand und dachte "oh, das habe ich auch mitgenommen?" Jetzt habe ich die Hoffnung, dass ich etwas weniger Chaos in meinem Rucksack haben werde.


Kulturtasche / Hygiene:
- naja, was man halt so tagtäglich braucht
- zusätzlich muss ich leider noch Ersatzbrille und Kontaktlinsen + Pflegemittel rumschleppen (da würde ich auch gerne drauf verzichten können)
- außerdem wäre es auch äußerst praktisch keine Frau zu sein, aber da kann man nix machen, wa?^^
- Klopapier nicht vergessen und Feuchttücher haben mir irgendwie auch schon mal das Leben gerettet
- Reisehandtücher (2)




Sonstiges:
- alle möglichen Ladekabel & Steckeradapter
- Kamera, Speicherkarten, USB-Stick
- Taschenlampe
- Messer & Göffel (ich liebe das Ding einfach :D)
- Sonnencreme & Mückenschutz
- Vorhängeschloss
- Reisehülle für den Rucksack und Regenschutz
- Tagebuch, Schreib- und Malkram
- Sonnenbrille
- Ohrstöpsel
- Beutel für Schmutzwäsche
- Gewürze


Handgepäck:
- Reisepass und andere Dokumente
- Handy & Kopfhörer
- Buch
- Wasserflasche
- Wasserfilter (siehe Text unten)
- Zahnbürste und Deo
- Geld / Kreditkarten

Ist natürlich noch etwas mehr drin, aber das Zeug war wohl gerade ausgeflogen





Mega glücklich bin ich über meinen Handgepäcksrucksack, der sich miniklein zusammenpacken lässt, aber dabei trotzdem alles hat, was man braucht. Außerdem ist der Innenteil komplett wasserdicht. Und durch ein aufblasbares Rückenteil ist der sogar sehr angenehm zu tragen. Mal schauen, ob das Material auch das ganze Jahr durchsteht.
Letzte Woche haben Insa und ich noch beschlossen uns einen Wasserfilter (das kleine blaue Rohr auf dem Bild) zu besorgen, da wir so nicht immer Wasserflaschen kaufen müssen und uns in Nepal nicht so große Gedanken machen müssen wo wir Trinkwasser herbekommen. Habe es hier schon getestet, aber da ich es mit Leitungswasser probiert habe, war das eher witzlos. Außer dass ich weiß, dass der Mechanismus funktioniert. Bin gespannt!
Meine erste Reiselektüre wird sein: "The Further Adventures Of An Idiot Abroad". Das liegt schon ewig bei mir rum, jetzt kann ich es mitnehmen und später in einem Hostel umtauschen, wenn ich es gelesen habe. :)


Reiseapotheke:

- Pflaster und ganz wenig Verbandszeug
- Desinfektionsmittel abgefüllt
- Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen (brauche wohl nur ich und musste ich auch schon wieder auspacken, um es zu benutzen - Wundermittel :P)
- Kohletabletten gegen Durchfall
- etwas gegen Übelkeit
- Nasenspray (ich Junkie)
- Ibu
- Halsbonbons
- Haarschere :D
- Malariatabletten (zur Not)
- Wasseraufbereitungstabletten, falls was mit dem Filter sein sollte

Eigentlich habe ich da gar nicht so viel drin. Muss jeder selbst wissen und ist wohl auch davon abhängig wohin man reist.
Das Täschchen ist nicht viel größer als meine Hand

Und dann habe ich natürlich noch Erinnerungskram dabei! <3
Brittas Armbändchen mit dem Kompass trage ich eh schon den ganzen Tag und dann kommen noch diese Sachen dazu: Bremen-Anhänger von Romi und Jördis. Mini-Socke von Mama. Lama von Jessi und Alpaca von Miri. :*



Habe den ganzen Kram dann noch gewogen und habe etwa 14,5kg Gepäck (von dem noch ein Päckchen, das ich Insa von ihren Eltern mitbringe und die Kleidung abgeht, die ich anziehe - unter anderem auch die Schuhe) und 3kg Handgepäck.
Denke das ist erstmal ok so und deutlich weniger als letztes Mal.
Kann sein, dass da auch Kram drin ist, den ich noch gar nicht erwähnt habe, aber es ist halt schon gepackt. Vielleicht überrasche ich mich noch mal selber. Bevor es dann in ein paar Tagen in den Zug nach Berlin geht, gehe ich noch mal alles durch. Vielleicht fällt ja noch was weg.

Und fertig:

Creepy gucken kann ich schon mal und habe übrigens was an.


Mittwoch, 24. April 2019

Impfmarathon

April. Heute erinnerte mich Insa daran, dass wir nun in den zweistelligen Zahlen angekommen sind! Nur noch 99 Tage bis Bangkok. Wow, die Zeit rennt schon wieder. Das Wetter passt sich auch langsam an, ich muss ja schließlich ein wenig vorgebräunt sein, um nicht als Krebs durch Asien zu kriechen.

Rote Punkte: Ziele für die Reise

Die Vorbereitungen laufen auch weiter: 

- Neue Brille geholt, auf die sich hoffentlich in der ersten Woche der Reise niemand drauf setzt (man erinnere sich...). Insa hat auch schon versprochen mich nicht in einen Fluss zu werfen. Sehr nett von ihr, da sie das, als ich 17 war, schon einmal gemacht hat und ich dabei meine Brille verlor. Durfte den Rest der Woche blind rudern gehen.. Natürlich waren wir dann noch einen Abend in der Kneipe und schauten uns irgendein Werder-Europaspiel an (erinnert sich noch jemand an diese Zeit? :D). Es war nicht so spannend, wenn man nix sieht. Falls das nicht klar war. ;)

- Es wird weiter fleißig ausgemistet und diese Woche fangen die Wohnungsbesichtigungen an. Ich habe versucht aufzuräumen, aber ein Zimmer ist einfach voll mit dem "kommt weg" - Kram und den kann ich so schnell nicht minimieren. Außerdem stehen im Wohnzimmer schon 12 vollgepackte Umzugskartons mit meinen Büchern und so. Brauchen die Nachmieter halt Fantasie. Viel.

- Insa ist ein Schatz und hat uns schon das Hostel in Bangkok und die Flüge nach Myanmar und Nepal gebucht. Britta hat es auch geschafft ihre Flüge zu buchen und kommt uns im September in Thailand besuchen. <3

- Bikini ist gekauft und das einzige, was noch fehlt, sind Schuhe. Meine schweren Wanderstiefel brauche ich nur für Nepal und deswegen lasse ich sie mir von Britta mitbringen. :)

- Pergola auf der Parzelle steht, auch wenn noch etwa 150 Schrauben reingejagt werden müssen.. Freiwillige vor.

- Zusammengefasst: Es läuft.




Reiseimpfungen:

Da Asien ja nicht unbedingt bekannt ist für Sauberkeit, ließ ich im März noch einmal meinen Impfpass checken. Die Standardimpfungen waren alle noch von 2015 auf Stand. Top. Gelbfieber, Tollwut und alle Hepatitisimpfungen habe ich auch. Aber es gibt noch ein paar Sachen, die ich für Asien haben sollte. Miri hatte mir ein paar empfohlen (praktisch son Arzt in der Familie - sorry, dass ich berufstechnisch eine Niete bin :D) und ging dann alle Länder noch einmal mit der Ärztin durch. Einmal alles bitte, war meine Bestellung.

Falls es wen interessiert: Japanische Enzephalitis, Meningokokken (beide Varianten), Typhus (Auffrischung), FSME (eher für Deutschland oder so) und Cholera.

Termine wurden vereinbart, Rezepte ausgestellt. Also ging ich voller Tatendrang zur Apotheke und reichte meine Zettel weiter. Die gute Dame kam ziemlich ins Schwitzen und sagte mir auch bestimmt 20 Mal, dass die Impfstoffe sofort in den Kühlschrank müssten. Nach 10 Minuten hatte sie alles zusammen und ich holte mein Geld heraus.
Knapp 600 Euro. Krass. 600 Euro für son paar Impfstoffe. Willst du viel Geld ausgeben, geh dich impfen. Oje. Naja, die Krankenkasse zahlt ja das meiste davon, aber 600 Euro? :D
Die Impfungen fingen dann auch gut an. Das Zeug, das in meinen rechten Arm gespritzt wurde, tat über eine Woche irre weh, so dass ich auch noch davon abgehalten wurde Sport zu machen. :( Nicht cool.


Cool dagegen war der Cholera-Impfstoff. Da es sich dabei um eine Schluckimpfung handelte, durfte ich mich zu Hause selbst impfen. Zweimal sogar. Ich habe mich ein bisschen wie ein Alchemist gefühlt. :D
Diese Woche kommen die letzten Impfungen (leider die zweite Dosis von dem Zeug, das mich das erste Mal gekillt hat.. Ich hoffe, dass es diesmal nicht so schlimm wird) und dann bin ich bestmöglich vorbereitet, hoffe ich.

Donnerstag, 28. März 2019

Ballast abwerfen vor der großen Fahrt

März. Das letzte Mal ging alles so schnell, es gab kaum Zeit zu planen, wir wussten nicht was wir tun, es war ein ziemliches Chaos (nicht, dass ich jetzt weiß was ich tue, aber es gibt mehr Zeit keinen Plan zu haben^^). Was hatte man auch erwartet, wenn zwischen "Ich hätte Bock auf ne Weltreise, irgendwann, vielleicht.." und "Abflug" nicht einmal 6 Monate liegen...
Dieses Mal wird es anders sein. Mehr Vorlaufzeit und damit hoffentlich weniger Stress. Und das Wissen, "das alles" schon einmal gemacht zu haben.

Ich habe beschlossen die Wohnung nicht wieder unterzuvermieten sondern zu kündigen. Das letzte Mal gab es so viel Stress mit den Untermietern, das möchte ich mir nicht noch einmal antun. Außerdem habe ich dann einen richtigen Neuanfang, wenn ich wieder komme und irgendwie freue ich mich sogar auf die neue Wohnung. Das Wändestreichen, Möbelkaufen, Einrichten. ;)
Aber erst einmal die alte Wohnung loswerden und so stiefelte ich letzte Woche zu meinem Vermieter und überbrachte ihm die unangenehme Nachricht. Er war heartbroken.
"Aber Frau Böttcher, das können Sie doch nicht machen!" Er bot mir sogar an meine Kündigung zu vergessen, sollte ich es mir in den nächsten Monaten noch einmal anders überlegen. So ein netter Mensch! Ich überzeugte ihn trotzdem im Verlauf des Gesprächs, dass es das Richtige wäre und wir redeten dann noch über Reisen und andere Länder. Damit kommt man immer gut mit Fremden ins Gespräch. 

Will ich die Wohnung wirklich aufgeben? - Wochenende mit den Mädels :)

Allerdings schafft die Obdachlosigkeit (naja, fast^^) auch Platz für neue Probleme. Wohin mit den Möbeln und Klamotten?
Ein Anruf bei dem nächsten Self Storage Büro in der Neustadt ergab: Für einen 7m2 Raum muss man 100 Euro im Monat zahlen. Puh. 1200 Euro im Jahr. Lohnt es sich dann überhaupt noch meine kaum wertvollen Möbel dort einzulagern? Wohl nicht.
Schade, Möglichkeit 1 ausgeschlossen, aber hey, wie gesagt, es ist ja noch Zeit. ;)

Also erst einmal damit anfangen unnötigen Ballast loszuwerden. Das wurde eh mal Zeit. Ich besitze tatsächlich noch Klamotten aus meiner Schulzeit, in die ich beim besten Willen nicht mehr hinein passe. Wieso habe ich das alles noch?
Ich habe also in den letzten Wochen schon ein paar Kilogramm Kleider und Schuhe aussortiert, weggeben oder weggeworfen. Und es fühlt sich gut an. Da wird noch einiges folgen! So reduziert sich dann natürlich auch die einzulagernde Menge. Yay!
Aber mit meinen Klamotten sollte es nicht aufhören, also stieg ich hinauf auf den Dachboden und durchkramte alte Kartons. Erstaunlich was man da noch so alles findet.

Mein Highlight: Einen Mini Disc Halter. Wow, wofür sollte ich jemals in meinem Leben noch einmal so ein Teil brauchen? Praktisch veranlagt, wie ich bin, versuchte ich ihn als CD Ständer zu benutzen, aber die CD-Hüllen waren zu dick. Tja, damit hatte das Teil vollständig ausgedient.
Kurz dachte ich darüber nach, das Ding einfach wegzuwerfen, aber dann kam ich auf die Idee mein Glück doch bei Ebay Kleinanzeigen zu versuchen. :) Schwupp, war ein Account angelegt und die ersten Artikel online.
Und man mag es kaum glauben, aber ich bin den Mini Disc Ständer für knappe 5 Euro losgeworden. Seit ich diesen glorreichen Ebayaccount habe, wurde ich nun schon einen Haufen Müll los und habe dafür etwa 20 Euro bekommen. Die nächste Party geht also offensichtlich auf mich. xD
Letzte Woche bin ich sogar meinen seit Jahren ungenutzten Schreibtisch losgeworden für 30 Euro. Das fühlt sich ernsthaft gut an! Wofür braucht man schließlich noch einen Schreibtisch, wenn man weder studiert noch von zu Hause arbeitet? Weg damit.
Gut, das läuft also und alles, was ich in ein paar Monaten trotzdem nicht losgeworden bin, kann ja immer noch weggeworfen werden.

Bleiben noch die großen Möbel. Dafür muss eine Lösung her. Oder mehrere Lösungen. Ein paar Möbel, die nicht zu groß sind, kann ich wohl bei meinen Eltern unter stellen. Halt die wichtigsten Sachen, die ich behalten möchte: meinen Küchentisch, einen Kleiderschrank, ein paar Bücherregale. Anderes wird wohl auf dem Sperrmüll landen und tja der Rest, kann vielleicht auch verkauft werden?
Nur Loswerden ist natürlich auch nur die halbe Miete. Der Rest meiner Sachen muss eingepackt und verstaut werden. Miris altes Kinderzimmer ist jetzt wieder frei, seit sie nicht mehr unterwegs ist und dort kann ich einen Teil meiner Sachen lagern. Auch Miri und Jannis haben angeboten ein paar Kisten bei sich zu lagern. Ich habe also genug Unterstützung. <3 Hoffentlich passt das dann auch..
Miris Umzugskartons sind seit kurz vor Weihnachten bei mir und müssen nur noch befüllt werden. Allerdings stellt sich mir jetzt noch eine Frage: Mit was? Brauche ich meinen ganzen Kram wirklich? 70m2 haben fleißig - und natürlich ohne meine Unterstützung - Zeug angesammelt in den fast 9 Jahren in dieser Wohnung. Unglaublich. 

Als hätte Netflix gewusst was bei mir abgeht (die horchen bestimmt wie Facebook mein Handy ab), wurde mir im Januar eine Serie vorgeschlagen:

Tidying Up - with Marie Kondo

Und tja, als Medienjunkie habe ich mir natürlich direkt die erste Folge reingezogen. Erster Schock: Wie, die räumen das Haus nicht an einem Tag auf? :D Bei Tag 25 habe ich meine Pläne dann noch mal umgeworfen und das Ausmisten vorverlegt.. Aber der Rest war tatsächlich ermutigend. Mit ein bisschen System und Mut Sachen wegzuwerfen, ist keine unlösbare Aufgabe. 
Und ich mag es mich von meinem Kram, den ich wegschmeiße, zu verabschieden. Sehr japanisch. :D

Das läuft also und ich bin noch zuversichtlich, dass ich das bis zum Auszug alles schaffen kann. 


Bald in Bangkok

Ein kleines Update zu meiner Arbeitssituation: Ich habe diese Woche den Vertrag unterschrieben, dass ich für ein Jahr beurlaubt bin. Also keine Arbeitslosigkeit, wenn ich wieder komme. ;) Das ist doch auch schon mal ein Grund zu feiern. 

Und: Flug gebucht! Ich komme nur 20 Minuten vor Insa in Bangkok an, wodurch wir gemeinsam zum Hostel fahren können. Wie perfekt ist das denn? <3 Lustig wird allerdings, dass wir beide Jetlag haben werden - in unterschiedliche Richtungen. :D

Freitag, 15. Februar 2019

Bester Plan der Welt...

....oder wie wir unsere Reise "planen".

Februar. Denn auch das muss man ja irgendwann tun. Planen. Natürlich nur um die Vorfreude zu steigern, weil der Rest kommt dann spontan und eh ganz anders als gedacht.
Also ist eigentlich das einzige, das Insa und ich momentan machen, alles was sich cool anhört und auf unserer vorraussichtlichen Länderroute liegt, in unseren WhatsApp-Chat zu posten, uns zu freuen und es dann in einem Jahr parat zu haben, falls wir Anregungen brauchen. Ich wüsste keine bessere Methode.

Damit ihr einmal seht wie unglaublich gewissenhaft wir recherchieren und planen, ein kleiner Auszug aus unserem WhatsApp-Chat (Dezember):

Insa: "Übrigens hat "best place to be today" gestern wieder gesagt wir sollen nach Indien für Tiger <3
*Foto des Artikels mit einem umkreisten Satz: They're known to have an appetite for humans, but are typically shy..."
Ich: "Yes! Na dann machen das doch einfach :D What? Die fressen Menschen? Meine Mama ist ja nicht begeistert von Indien, aber dass wir dort dann nicht überfallen sondern von Tigern gefressen werden, das hat sie vermutlich nicht gedacht"
Insa: ":D ich hoffe uns passiert nix von beidem. Und klar muss man da sicherlich vorsichtiger sein als in anderen Ländern aber wir reisen ja nicht zum ersten Mal und mit genug Recherche mach ich mir da nicht so viele Sorgen ;)"
Ich: "Ich auch nicht, man muss sich halt nicht dumm verhalten. Das werden wir schon hinbekommen"
Insa: "Und wir sind ja auch zu zweit. ;)"
Ich: "Eben! Alleine wäre auch wieder was anderes. Aber so kann ich dich zum Tiger schubsen und wegrennen :'D"
Insa: "Dann reite ich auf dem Tiger hinter dir her und du rennst dann aus Angst vor uns vor nen Zug... ...oder so :'D #vollrealistisch"
Ich: "Klingt auf jeden Fall nach einer guten Geschichte, die man später erzählen kann :D"
Insa: "Eben. Glaubt uns zwar keiner, aber wir können ja noch nen Selfiestick kaufen und alles filmen"
Ich: "Dann können wir das go pro Video an Red Bull schicken und werden berühmt"
Insa: "Genau und reich"
Ich: "Und können für immer reisen. Bester Plan der Welt!"
Insa: "Kann gar nix schief gehen. Auf nach Indien :D"

Und so entstand der beste Plan der Welt.

Frei nach dem Motto:

Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.
- H. Jackson Brown Jr., P. S. I Love You

Erforsche. Träume. Entdecke.
Genau das werde ich machen. Träumen tue ich schon jetzt und ich kann es kaum noch erwarten!

Auch wenn wir keine Go Pro dabei haben werden, freue ich mich schon riesig auf die Erlebnisse und Fotos, die wir machen werden. Der einzige Plan, den wir brauchen ist, dass wir uns an einem bestimmten Tag treffen und der Rest wird sich geben. Da Insa ihren Flug nach Bangkok schon gebucht hat, wird es der 1.8. sein. Weniger als ein halbes Jahr von jetzt an. Wie die Zeit schon wieder verfliegt - bald werde ich packen müssen. Es wird ein Fest! <3

Außerdem waren wir schon immer Profis, also werden wir ganz sicher berühmt. ;) Es fing in unserer Schulzeit an und ich bin überzeugt davon, dass man mit dem Alter nur Awesomeness dazugewinnt.
Auf diesem Foto sind wir mit Vollspeed durch die Nacht gedüst - legendär:


Und jetzt, wo wir beide endlich das Erwachsenenalter erreicht haben (haha), muss es gut werden.

Dieses Jahr habe ich groß gefeiert. Wenn man weiß, dass man geht, will man noch einmal alle Möglichkeiten nutzen, um Familie und Freunde zu sehen. Denn trotz der Freude zu gehen, muss man auch einen Grund haben, um wieder zu kommen. Danke, dass es euch gibt und dass ihr der Grund seid, warum ich wieder nach Hause kommen werde - der Grund, warum ich überhaupt ein Zuhause habe. :)



Auf die nächsten 30 Jahre mit euch! :*

Auch, wenn ihr ab Ende Juli nur noch digital an meinem Leben teilhaben könnt. Ich freue mich allerdings über jeden Besucher in der Zeit. Nur bitte bedenkt: Das mit dem Planen nehmen wir nicht so genau, also am besten Zeit und Geduld mitbringen und dann wird es zu einem unvergesslichen Erlebnis. Das verspreche ich. ;) Hehe.

Freitag, 4. Januar 2019

Neues Jahr neues Glück

Januar. Neues Jahr - neues Glück.

Silvester, Neujahr, Ferien vorbei. Wieder arbeiten, aber immerhin: Die Tage werden wieder länger, jetzt habe ich das Gefühl, dass der Sommer nicht mehr so fern ist und mit dem Sommer kommt dann auch der Tag der Abreise auf den ich schon so lange warte! :)

Momentan vertrödel ich die lange Wartezeit dick eingemummelt mit der Lektüre eines anderen Weltreisenden (Weihnachtsgeschenk):

https://www.vesparicana.de/

Alexander Eischeid mit seiner Elsi, seiner Vespa, mit der er die "Vesparicana" - Panamericana - gemacht hat. Von Alaska bis Feuerland auf einer kleinen, gelben Maschine. Verrückter Typ. :)
Das ist schon eine Strecke, die ich auch gerne machen würde, aber definitiv nicht auf einer Vespa. Würde wohl auch daran scheitern, dass ich das Teil nicht repariert bekommen würde und der gute Alex zählt in jedem Kapitel seine angebauten Ersatzteile auf. Das sagt schon alles. Aber mit einem Campervan wäre ich voll dabei! Diese Strecke war sogar ein bisschen der ursprüngliche Plan, aber im Campervan so lange alleine zu reisen, kam mir etwas einsam vor. In Hostels kann man auf jeden Fall sehr viel besser andere Menschen kennen lernen.

Trotzdem gibt einem das Buch sehr viele Anregungen. Reiseanregungen. Motivation. Vorfreude. Neue Länder, neue Kulturen, neue Menschen. Schon allein der Spruch hinten auf dem Einband:

Life is for living!

Und 2019 wird mein Jahr. Das habe ich mir fest vorgenommen. Nachdem 2018 tatsächlich irgendwie das schlimmste Jahr meines Lebens war, soll es jetzt toll werden. Kann ja nur besser werden, oder? *voll auf die Fresse flieg* :D

Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. 

- Buddhistische Weisheit



Mein Lesezeichen - perfektes Motiv <3

Aber bevor ich endlich abreise, müssen noch ein paar Sachen erledigt werden:

Zum einen steht im Frühjahr noch der Bau der Terrasse auf unserer Parzelle an. Die Fundamente sind schon gegossen, aber das Gerüst muss noch gebaut werden, damit endlich die Hängematten rausgeholt werden können! <3 Miri wird dann gut auf unseren kleinen Garten aufpassen, während ich weg bin. Aber erst einmal muss ja alles fertig sein, damit ich keine Baustelle übergebe. ;)

Und dann die Frage ob es ein "Sabbatjahr" wird oder eine Kündigung. Kaum zwei Tage zurück im Büro, werde ich schon wieder gefragt, wann ich denn endlich offiziell verkünde, dass ich weg sein werde dieses Jahr. Immerhin weiß mein Chef schon Bescheid, so dass die Urlaubsplanung mich nicht berücksichtigen muss, bzw. weiß er, dass ich ganz sicher keine Urlaubsvertretung machen kann im Sommer. Aber die Personalabteilung weiß noch nichts von meiner Entscheidung und die müssen im Endeffekt entscheiden, ob ich meinen Vertrag noch einmal aussetzen kann für ein Jahr oder ob das für die dieses Mal keine Option ist. Dann müsste ich halt kündigen.
Aber ich kann mit beiden Alternativen leben. Entweder ich habe die Sicherheit nach einem Jahr, wenn ich zurück komme, direkt wieder einen Job zu haben oder ich habe halt kein Zeitlimit für die Reise. Hat beides seine Vor- und Nachteile. Bin also neugierig was es wird, aber Angst habe ich zumindest nicht. ;)



Donnerstag, 29. November 2018

Packen muss gelernt sein und ob ich das kann wird sich noch zeigen :D

Mein Gepäck für 3 Wochen Afrika - was brauche ich dann erst alles für ein Jahr?!?

November. Nicht einmal mehr ein Monat bis Weihnachten. Langsam mache ich mir Gedanken um Geschenke. Ich selbst wünsche mir nicht viel, denn nächstes Jahr werde ich hoffentlich nicht viel mit mir herumschleppen. Nächstes Jahr.
Auch wenn das Abreisedatum noch über 6 Monate hin ist und nicht einmal der genaue Termin steht, steigt die Vorfreude. Und ich befinde mich auch schon in der Planungsphase.

Denn damit es am Ende nicht so (Bild) aussieht und man monatelang Sachen mit sich herum schleppt, die man gar nicht braucht, sollte man vorher ein wenig planen. Ungefähr drei Millionen Seiten (grob geschätzt) im Internet helfen dabei - mit Listen, guten Tipps, noch besseren Tipps und noch mehr Listen. To-Do-Listen und Packlisten. Listen über Listen. Was man auf keinen Fall machen darf und was man nieeeemals vergessen dürfte, sonst tot. Oder so ähnlich.

Mein Vorteil, ich habe das schon einmal gemacht vor 3 Jahren und dazu kann ich sagen: Aus Fehlern lernt man (hoffentlich). Und: Nichts ist unkäuflich, schon gar nicht in Asien. Also entspann dich, Mareike. ;) Weniger ist mehr und weniger ist auf jeden Fall weniger auf dem Rücken.

Wer nicht vor hat sein eigenes Campingequipment mitzunehmen spart sowieso unheimlich viel Platz und Gewicht, also muss man nur darauf achten, den gesparten Platz nicht mit unnötigem Kram vollzupacken. Was ich mir von der letzten Reise gemerkt habe: Lass Platz für Kochsachen, wenn du gerne im Hostel für dich selber kochst. Sonst muss man schnell eine zusätzliche Tasche für Gewürze, Reste und schon eingekauftes, aber noch nicht gekochtes Essen mit sich herum tragen. Ja, habe ich schon gemacht. Nein, macht keinen Spaß. Und vergessen tut man die zusätzliche(n) Tasche(n) leider auch recht schnell.

Aber irgendwie macht es ja auch Spaß für so etwas tolles wie eine Reise einzukaufen. Für die Vorfreude. Und es gibt einfach so viele kleine Helfer, die schon irgendwie cool sind, aber braucht man die wirklich? Vermutlich nicht, aber was soll's, wenn es dich glücklich macht, hat es sich doch schon gelohnt. ;)

Also plane ich jetzt schon für etwas das noch ein wenig auf sich warten lässt:

Organisatorisches:
Leider mehr als man denkt, besonders wenn man in einer eigenen Wohnung lebt...

- Wohnung kündigen, ausziehen, Sperrmüll, Sachen unterbringen & ummelden (Post geht wieder an meine Eltern, die kennen das schon - dankeeee)
- Adresse ändern bei jedem, der dir Post schickt (Versicherungen, Bank, etc.), Nachsendeantrag stellen (falls nötig und gewollt)
- Sich gegen alles und jeden Impfen lassen (manche Impfungen dauern länger als man denkt, also vorher schlau machen... allerdings gibt es immer noch keine Impfung gegen Idioten *seufz*)
- Steuererklärungen zumindest so weit auf Stand haben, dass man sich nicht direkt darum kümmern muss, sobald man wieder da ist (natürlich mein Lieblingspunkt)
- Arbeit frei nehmen oder kündigen *hihi*
- Auslandskrankenversicherung abschließen und die normale kündigen
- Kreditkarten beantragen, Geld tauschen, Reiseschecks holen - je nachdem was man so haben will
- Verträge kündigen: Handy, Telefon/Internet, Vereine, Strom, etc. (warum habe ich so viele Verträge???)
- Hinflug buchen *yay* (besser ist das, dann weiß man zumindest auch wann es los geht)

Packliste:
Ich zähle jetzt nicht jede Socke auf, aber ein paar Sachen dürfen einfach nicht fehlen.

- Reisepass / Führerschein (möglicherweise international) / andere Dokumente & Kopien von allem (ist klar)
- Steckeradapter (ich habe einen wirklich tollen) und Ladekabel
- Wanderschuhe
- Sonnencreme & Mückenschutz
- mein Messer
- Reiseapotheke (dazu später mehr)
- Taschenlampe & Feuerzeug
- Kamera & Wechselakku (& Ladegerät)
- Vorhängeschlösser
- Ohrstöpsel
- Gewürze^^ und mein Göffel (bestes Teil der Welt)
- Tagebuch, Schreib- und Malkram
- Bloß nicht zu viel Kleidung - wer also ein Problem damit hat ein Jahr mit nur 2 Hosen zu verbringen, hat ein Problem. :D


Grundsätzlich hat ja jeder seine eigene Meinung zu allem (wuhuu, wen wundert's?) und das ist auch ok und bei Packlisten nicht anders. Anstatt sich also auf die Meinung von anderen Leuten zu verlassen, die möglicherweise ganz anders reisen, andere Prioritäten setzen oder einfach verrückt sind *Schulter zuck*, sollte man sich lieber fragen, was man selbst braucht.

Schaut man sich zum Beispiel das Thema "Erste Hilfe / Notfallapotheke" an, dann findet man lange Listen an Medikamenten und sonstigem Kram, den man unbedingt mitnehmen MUSS. Meiner Meinung nach ist das meiste davon Schwachsinn.
Fast immer werden Blasenpflaster genannt und jemand, der schnell Blasen bekommt, sollte sich die auch auf jeden Fall einpacken, aber ich habe das letzte Mal nicht eines gebraucht. Zur Not tut es auch ein normales Pflaster, bis man wieder zurück in der Zivilisation ist. Und das ist der springende Punkt. Wer nicht gerade wochenlang auf einsamen Wanderungen ist, der braucht fast gar nichts mitnehmen.

Klar, in Asien bekommt man sicher des öfteren gefälschte Pillen und sollte vorsichtig sein, aber wozu braucht man diese kleinen Drogen denn wirklich? Wie viel nehme ich in Deutschland ein (quasi nichts) und wieso sollte das nun an einem anderen Ort anders sein?

Ein paar kleine Beispiele:

- Schmerztabletten: wer will kann sie mitnehmen, aber ich nehme eh keine.
- Durchfalltabletten: auf jeden Fall praktisch, aber auch kein muss (außer wenn man wirklich muss xD).
- Malariaprophylaxe: Haben wir beim letzten Mal mitgehabt und nicht benutzt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Nebenwirkungen die Einnahme wirklich rechtfertigen.
- Pflaster: Sehen auf jeden Fall badass aus, wenn man die bunten nimmt!
- Alles andere: Gewicht auf deinem Rücken. ;)

Ein kleines Notfallpack zum Verbinden, aber klein genug, um es immer dabei zu haben, kann auch praktisch sein. Wenn man allerdings nur Städtereisen macht oder in Reisegruppen unterwegs ist, braucht man nicht einmal das. Die Welt da draußen ist kein böser Ort, der nur dazu da ist dir weh tun zu wollen. Es ist ein wundervoller Ort mit Menschen, von denen die meisten tatsächlich um einiges hilfsbereiter sind als die Menschen in Deutschland. Shame on you - macht es besser.

Erste Hilfe zusammengefasst: Es sollte so wenig sein, dass du es auch auf eine Wanderung mitnehmen würdest. In einem Hostelzimmer bringt es nicht so viel, wenn du woanders bist.
Wir hatten letztes Mal viel zu viel mit. Klar, wenn man es hat, ist es cool, aber war es wirklich nötig das alles mitzuschleppen? - Nein. Eher nicht.
Es gibt sogar Leute, die vorschlagen, dass man seine eigene sterile Spritze mitnimmt, damit man eine saubere hat, falls nötig. Ich frage mich nur, ob ich die auch tatsächlich gerade bei mir hätte auf meinem Strandspaziergang, wenn ich so schwer verletzt werde, dass ich ins Krankenhaus muss.. Tsunami, Haiattacke, Kokosnussunfall, Raubüberfall - die Geschichte wird auch ohne Spritze spannend.

Funfact: Ein Skalpell geht durch jede Flughafensicherheitskontrolle und kann im Handgepäck mitfliegen. Getestet in Deutschland, Asien, Australien und Südamerika. :D


Brauche ich das alles? - Neeein.       Habe ich noch mehr? - Jaaa.